Pilling expandiert in der Nette

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Pilling baut: Prokurist und Technischer Leiter Alexander Lüling, Geschäftsführer Holger Pfleging und Architektin Julia Lüling auf der Baustelle neben den Hallen an der Nettestraße 122. Dafür wird der Nettebach an dieser Stelle verrohrt.

Altena - Die W. Pilling Kesselfabrik GmbH & Co. KG an der Nettestraße 122 vergrößert sich.

Bis Mitte des kommenden Jahres soll eine neue Produktionshalle stehen, die dem 1873 gegründeten Unternehmen zur bestehenden Hallenkapazität von mehr als 12.000 Quadratmetern noch einmal 1440 Quadratmeter zusätzliches Produktionsvolumen bringt. 

„Das ist nötig“, unterstreichen Geschäftsführer Holger Pfleging und Prokurist und Technischer Leiter Alexander Lüling. Im Beisein von Architektin Julia Lüling erläuterten sie auf der Baustelle, was sich dort so tut. 

Abrissarbeiten für neuen Standort

Das Unternehmen W. Pilling hat in den vergangenen Wochen zwei alte Wohnhäuser und Garagen, die das Unternehmen bereits vor Jahren vorausschauend von privat gekauft hatte, abreißen lassen. Dieser Platz und die davor befindlichen Parkflächen sowie eine bereits im Besitz der Firma befindliche Fläche im hinteren Bereich des Werksgeländes werden jetzt der neue Hallenstandort. 

Dazu muss allerdings der Nettebach verrohrt werden, der die großen Hallen unterfließt. Bisher war er zwischen Parkstreifen und Häusern sowie Garagen noch offen zu sehen. „Diese Kanalisierung und Verrohrung geschieht natürlich in enger Abstimmung und mit Genehmigung der Unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises als Aufsichtsbehörde“, wie Julia Lüling erklärt. 

28 Tonnen wiegt allein das erste Einlasstück ab Werksfront für die Verrohrung des Nettebachs. Es ist eine Spezialanfertigung.

Dabei reicht es nicht aus, einfach megagroße Beton-Rohre zu verlegen. „Was wir hier unter die Erde bringen, dafür könnten sie im Gegenwert schon ein Einfamilienhaus in Altena erwerben“, sagt beispielsweise Geschäftsführer Holger Pfleging. 

Allein das erste Element, in das der bisher freiliegende Bach geleitet wird, wiegt 28 Tonnen und ein Mann kann zumindest gebückt relativ bequem hindurchgehen. Die Bauarbeiten dauern noch an – die neue Halle selbst soll, geht alles nach Plan, etwa Mitte des Jahres 2018 nutzbar sein. 

Keine Angaben zur Investitionshöhe

Zur Höhe der Investition gab es keine konkreten Angaben. Einher geht damit, das Personal aufzustocken. „Das ist zumindest angedacht“, so Pfleging und Lüling. Aktuell schaffen am Standort in der Nette 74 Mitarbeiter, davon neun in Ausbildung. 

„Wir investieren bewusst hier, in Altena“, unterstreicht das Führungsduo und schlägt den Bogen zu Werk II der Traditionsfirma. Das befindet sich bekanntlich in Norddeutschland, und zwar in Ihlow-Riepe in Niedersachsen. Dort gebe es optimale Verkehrs- und sogar Wasserstraßenanbindungen, nicht mit Altena vergleichbar. 

Besonderen „Schnick-Schnack“ erhält die neue Produktionsstätte übrigens nicht. „Allerdings werden wir eine High-tech-Absaug-Anlage einbauen, die die Luft für unsere Mitarbeiter deutlich verbessert“, verspricht Holger Pfleging.

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