Pianistin Susanne Wendel war vom Lärm "am Anfang irritiert"

Nach Ärger beim Klassik-Konzert in Burg Holztbrinck: Das sagt die Musikerin selbst

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Die Pianistin Susanne Wendel hat das Konzert in der Bürgerburg positiv in Erinnerung.

Altena – „Unser Konzert am Samstag in der Burg Holtzbrinck hat uns Freude bereitet. Ich muss gestehen, ich habe die Kritik nur am Rande mitbekommen.“ Das sagt Pianistin Susanne Wendel im Nachgang zur Veranstaltung „East meets West“. 

Sie fügt aber auch deutlich an: „Es war unruhig. Es war störend. Wir waren am Anfang irritiert.“ Doch nachdem ihr Musik-Partner Ali Moraly ein klärendes Wort gesprochen und die Besucher gebeten hatte, nicht während des Konzerts zu kommen oder gehen, sei dann alles gut gelaufen

Die Pianistin, die unter der Woche in Mannheim und Viernheim an den dortigen Musikschulen unterrichtet, sagt: „Ich habe mich aber ehrlicherweise gar nicht so sehr geärgert. Der Lärm ging auch nicht allein von ausländischen Besuchern aus. Auch zahlreiche Deutsche haben ihre Bekannten beim Eintritt in den Saal lautstark begrüßt und später weiter miteinander gesprochen.“ 

Unangenehm aufgefallen ist Susanne Wendel vielmehr die schlecht schließende Eingangstür der Bürgerburg, die bei Ein- und Austritt deutliche Geräusche verursacht habe. Die Musikerin liegt mit Kulturring-Geschäftsführer Wolfgang Noack auf einer Linie, wenn sie daran erinnert, dass in vielen Ländern Konzerte häufig anders abliefen als im Sauerland.

Künstler haben "mit Musik viele junge Leute erreicht" 

Auch ihr sei geläufig, dass man dort oft ganz selbstverständlich mitten in konzertanten Vorträgen in den Raum komme oder den Saal frühzeitig wieder verlasse. „Das ist Alltag in nun einmal völlig verschiedenen Kulturkreisen.“ 

Positiv bleibe ihr und Partner Ali Moraly aber in Erinnerung, „dass wir mit unserer Musik viele junge Leute erreicht haben. Wir haben uns besonders über deren Besuch sehr gefreut“. Die beiden Musiker gastierten am Samstag bereits das dritte Mal in Altena.

Und Wendel sagt: „Wir werden im kommenden Jahr wiederkommen. Einen genauen Termin müssen wir aber noch mit dem Kulturring abstimmen.“ 

Das weitere geplante Konzert zeige für sie: „Unsere Musik-Mischung aus syrischen und libanesischen Kompositionen sowie Werken von Mozart und Beethoven kommt an.“ 

Karsten Wolfewicz, Hausmeister an der Bürgerburg, kündigte an, bei einem weiteren Auftritt des Duos Wendel-Moraly alle Besucher vorab auf „gewisse Regeln“ hinzuweisen. Man habe gelernt und werde das sehr freundlich, aber bestimmt vor dem Konzert kommunizieren.

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