Konzert mit dem „rumänischen Mozart“

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Die erfolgreiche Pianistin Sina Kloke gilt als großes deutsches Nachwuchstalent.

Altena - Mit feinsinnigem Klangempfinden spürte die junge Pianistin Sina Kloke, die als vielversprechende deutsche Nachwuchskünstlerin gilt, am Sonntag in der Burg Holtzbrinck den Spuren Johann Sebastian Bachs in Werken nachfolgender Komponisten nach.

„Echoes of Bach“ war ihr facettenreiches Programm überschrieben, in dem sie spontan auf ihr jüngst erschienenes Album „Enescu Piano Works“ Bezug nahm und daraus die Suite Nr. 2 vorstellte, überschrieben. Von Bach zog sie zu Debussy und Chopin eine direkte Linie. Im Rahmen der Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ verband sie Barockmusik mit der lyrischen Musiksprache der Romantik und der schillernden Klangsprache des Impressionismus.

Aus den Suiten Bachs wählte Sina Kloke die Englische Suite Nr. 1 A-Dur BWV 806 als virtuosen Auftakt ihres Programms aus. Obgleich als Suite und damit Tanz- und Gesellschaftsmusik ihrer Zeit deklariert, hatte das mehrsätzige Werk wenig mit Unterhaltungsmusik im geläufigen Sinne zu tun. Vor allem das Präludium kam äußerst virtuos daher. Einen immensen Reichtum an Klangfarben breitete die Interpretin in den nachfolgenden Tanzsätzen vor ihren Zuhörern aus.

Eindrucksvollen melodischen Fluss und Klangfülle ließ sie der Allemande und den beiden Couranten angedeihen. Gravitätisch schritt die Sarabande voran. Zwischen Dur und Moll changierten Bourrée I und II, die einer zweistimmigen Gigue als Schlussakzent vorausgingen. Spieltechniken des Barock enthielt Claude Debussys Werk „Pour le piano“. Ganztonleitertechnik, Pentatonik und Parallelverschiebung von Akkorden deuteten die Abkehr von der Romantik und Hinwendung zum impressionistischen Stil des Komponisten an.

 Elegant und stilsicher meisterte Sina Kloke die Herausforderungen des Werkes. Bereits im Prélude ließ die Pianistin Einflüsse des Barockzeitalters in Debussys Musik erkennen. Auch die Sarabande war der barocken Suite entlehnt. Durchlaufende Sechzehntelfiguren wiesen die Toccata traditionsgemäß als Virtuosenstück aus. Statt Bach, wie ursprünglich vorgesehen, brachte die in Detmold geborene Pianistin den Klassikliebhabern nach der Pause zwei Walzer von Chopin mit. Aus Opus 70 und Opus 64 stellte sie jeweils den zweiten Walzer vor.

Warum sie gerade dem rumänischen Komponisten George Enescu ihre Debüt-CD widmete, ließ Sina Kloke ihre Zuhörer in knappen Worten wissen. Als junge Künstlerin empfinde sie es als Verpflichtung, neue Programme zu kreieren, erklärte sie. Zudem sei sie von der Klangwelt des „rumänischen Mozart“, wie Enescu auch genannt werde, fasziniert.

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