Pflegelotsen für Migranten gesucht

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ALTENA - Entstehen soll ein Pflege-Info-Center für Migranten. Deswegen starteten der Caritasverband Iserlohn und der Märkische Kreis jetzt das Projekt „Qualifizierung zum interkulturellen Pflegelotsen“. Teilnehmen kann jeder, der Lust hat, sich ehrenamtlich für andere Menschen einzusetzen und dabei die gegenseitige Integration zu fördern.

Mit ins Boot genommen haben sie das Stellwerk, weil: „So etwas wie das Generationenbüro hier in Altena kann man sich nur für jede Stadt im Kreis wünschen“, sagte Oliver Renneckendorf, Fachdienst Pflege des Märkischen Kreises, am Donnerstag während der gemeinsamen Pressekonferenz in den Räumen an der Lüdenscheider Straße 31. Und außerdem wollte das Stellwerk dabei sein. „Ich freue mich darüber, wenn andere Verbände etwas anbieten und wir kooperieren können. So haben alles etwas davon“, so Stefanie Hänsel, zuständige Rathausmitarbeiterin.

Ziel des Projektes ist es, Pflegebedürftige und ihre angehörigen mit Migrationshintergrund durch den Pflege-Dschungel zu lotsen. Die Ehrenamtlichen werden zu diesem Zweck ein Mal pro Woche vier Unterrichtsstunden lang geschult, und das praxisorientiert. „Es ist wichtig, dass die Pflegelotsen gleich vor Ort wissen, welche Ansprechpartner es gibt“, erklärte Mona Baschlau von der Caritas. Die Diplom-Pädagogin will die Freiwilligen fit in Sachen Pflege machen. Dazu wird sie Referenten einladen, aber auch mit den Kursteilnehmern Institutionen in Altena persönlich aufsuchen.

Im September soll das Projekt starten und die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass es auch in der Burgstadt erfolgreich sein wird. Denn aus den bereits teilnehmenden Städten im Umkreis gebe es nur positive Signale. Gesucht werden Ehrenamtliche mit und ohne Migrationshintergrund und guten deutschen Sprachkenntnissen. Sie lernen Wichtiges über die Pflegeversicherung, über die Tages- und Kurzzeitpflege, über das Betreute Wohnen, über Alltagshilfen im Haushalt oder über kultursensible Altenpflege. „Wer Lust an diesem Engagement hat, soll sich einfach melden“, sagte Mona Baschlau. Die Diplom-Pädagogin ist für alle Interessierten die erste Ansprechpartnerin. - kre

Zu erreichen ist Mona Baschlau in Iserlohn unter Tel. 0 23 71/81 86 33 oder Mobil unter 0 176/38 55 27 20.

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