Grünes Licht für zwei interessante Bauvorhaben

Im ehemaligen Linscheidbad steht nur noch der Sprungturm. Die Umkleidekabine wurde letzte Woche abgebrochen.
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Dieser Anblick schmerzt viele Altenaer: Im ehemaligen Linscheidbad steht nur noch der Sprungturm. Die Umkleidekabine wurde letzte Woche abgebrochen.

Altena - Noch in diesem Sommer könnte mit dem Bau des am Linscheider Bach geplanten Pflegeheimes begonnen werden. Diese Einschätzung gab Stadtplaner Roland Balkenhol ab, nachdem der Ausschuss für Stadtentwicklung am Montagabend die Offenlegung des für das Projekt wichtgen Vorhaben- und Erschließungsplans beschlossen hatte.

Altena - Etwa ab Mitte Februar wird für vier Wochen die Möglichkeit bestehen, sich zu dem Vorhaben zu äußern und Verbesserungsvorschläge zu machen. Dann geht die Sache wieder in den Ausschuss, das letzte Wort hat am Ende der Rat.

Er rechne nicht damit, dass es jetzt noch gravierende Bedenken gegen das Projekt geben werde, sagte der Stadtplaner. In einer ersten Offenlegung habe es von Bürgern überhaupt keine Wortmeldungen gegeben und von Behörden und anderen „Trägern öffentlicher Belange“ allenfalls Hinweise. Ökologisch spricht offenbar nichts gegen das Bauvorhaben, auch wenn sich im Becken des ehemaligen Linscheidbades am Ende reichlich Frösche tummelten. Balkenhol: „Das Gelände ist gründlich untersucht worden, unter anderem mit Fledermausdetektoren“.

Heim mit 80 Plätzen

Bauherr und Betreiber des Pflegeheims mit etwa 80 Plätzen wird die La Vida Projekt GmbH aus Ochtrup, die schon sehr detaillierte Pläne vorgelegt hat. Der Neubau wird danach sehr lang gestreckt sein, deutlich länger als die ehemalige Jugendherberge gegenüber. Sowohl am südlichen Ende des Geländes (etwa da, wo einst der Eingang des Freibades war) als auch am nördlichen Ende wird es etwa 50 Parkplätze für Besucher und Mitarbeiter geben. Die Bruchsteinmauer am Fuß der steilen Böschung zur Nordstraße soll erhalten bleiben, davor will der Bauherr ein zwei- bis dreigeschossiges Gebäude setzen. Das bezeichnete Balkenhol in der Ausschusssitzung als „durchaus funktional, aber nichts, was einen von der Ansicht her erschlagen würde“.

Redebedarf gab es zu diesem Tagesordnungspunkt nicht, der Ausschuss sprach sich einstimmig für das Vorhaben aus. Das galt auch für das, was die Familie Spelsberg am Großendrescheid plant: Sie möchte neben ihrem Gasthof und den angegliederten Ferienwohnungen ein drittes Standbein schaffen und am Nordrand des Dorfes (also da, wo es nach Kleinendrescheid geht) eine kleine Siedlung mit bis zu sechs Ferienhäusern bauen. Dieses Vorhaben ist planungsrechtlich noch nicht so weit gediehen wie das Pflegeheim, weil dazu auch der Flächennutzungsplan geändert werden muss. Weil dazu auch die Zustimmung der Bezirksregierung erforderlich sei, werde es wohl noch einige Monate dauern, bis dieses Vorhaben Fahrt aufnehmen könne, sagte Balkenhol. Die förmliche Offenlegung der Änderung des Flächennutzungsplans und des Vorhaben- und Erschließungsplans für die kleine Ferienhaussiedlung wurde von Ausschuss beschlossen und kann damit ebenfalls in diesem Frühjahr über die Bühne gehen.

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