Trauer um Pfarrerin: Sie starb mit 61 Jahren

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Die Begegnungsnachmittage mit Senioren waren Pfarrerin Krimhild Ochse (stehend) wichtig.

Altena – Die Trauer ist riesig im Rahmedetal: Pfarrerin Krimhild Ochse ist mit nur 61 Jahren gestorben.

„Es ist schwer für mich persönlich, aber auch für die Kirchengemeinden Rahmede und Oberrahmede, wenn uns ein Mensch mit nur 61 Lebensjahren verlässt.“ 

Noch ganz unter dem Eindruck der Todesnachricht seiner Pfarrer-Kollegin Krimhild Ochse steht Pfarrer Thorsten Brinkmeier. Der Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg hatte die Verstorbene am 15. August 2015 mit einem Stellenumfang von 50 Prozent zur Pfarrerin in Altena und Lüdenscheid an die Seite von Brinkmeier bestellt. 

Ochse war nicht verheiratet und hinterlässt auch keine Kinder. Sie starb nach schwerer Krankheit und „reißt eine große Lücke“, sagt Brinkmeier. Offiziell in ihr Amt eingeführt wurde sie in der Friedrichskirche in Altroggenrahmede im Festgottesdienst aus Anlass des 125. Geburtstages der Friedrichskirche am 1. Dezember 2015. 

Gebetsfrühstück war Herzensangelegenheit

„Meine Kollegin hat in all den Jahren viel bewegt und gestaltet. Bei uns in Altena war sie aber nur punktuell im Einsatz“, sagt Brinkmeier. Angestellt beim Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg kam die gebürtige Gevelsbergerin nach Stationen in Oberholzklau bei Siegen und Schwarzenau in Wittgenstein ins Sauerland. 

Eines ihrer Herzensanliegen als Theologin sei gewesen, mit den Menschen zu sprechen, Kontakt zu halten und sich insbesondere um die Gruppe der Senioren zu kümmern, sagt Brinkmeier. So gehörten das regelmäßige Ausrichten und die Mitarbeit am Programm des Gebetsfrühstücks für Senioren in der Altenaer Gemeinde Am Stockey zu ihren Lieblingsaufgaben. 

In Lüdenscheid wirkte Ochse neben der Gemeindetätigkeit am Dietrich-Bonhoeffer-Seniorenzentrum. Dort hatte sie als Haus-Seelsorgerin eine halbe Stelle inne. Sorgen und Probleme bereitete der Pfarrerin seit vielen Jahren ihre Gesundheit. 

Bonhoeffer als Vorbild

Die evangelischen Christen in der Rahmede seien sehr betrübt, eine Frau zu verlieren, die Zeichen für die Gemeindearbeit und als Christin gesetzt habe, meint Brinkmeier. Klare Kante und eine geradlinige Haltung hat Ochse unter anderem auch bei zahlreichen öffentlichen Auftritten bewiesen, etwa bei den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag, wo sie häufig als Hauptsprecherin auftrat. 

Sie verstand sich in der Nachfolge des sehr von ihr verehrten und von den Nazis ermordeten Dietrich Bonhoeffer als engagierte Streiterin für Frieden und ein gedeihliches Miteinander der Menschen.

Nachfolge unklar 

Ob der Kirchenkreis kurzfristig einen Nachfolger für die Gemeindearbeit im Rahmedetal für Altena und Lüdenscheid benennt, ist noch offen. Pfarrer Thorsten Brinkmeier hofft zwar darauf, weiß aber auch um die knappen Personalressourcen seiner Kirche. Pfarrerin Krimild Ochse wird am Dienstag, 28. Januar, 11.30 Uhr auf dem Zentralfriedhof in Gevelsberg beigesetzt.

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