Pfarrer Martin Heider verlässt Gemeinde

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Geschenke und lobende Worte gab es für den scheidenden Pfarrer Martin Heider (r.).

ALTENA -  „Seine Stelle als Pfarrer betrug nur 50 Prozent, er war aber ein ganzer Kollege, immer 100prozentig mit dem ganzen Herzen dabei!“ Lobende Worte fand Pfarrer Uwe Krause für seinen Amtskollegen Martin Heider, der am Sonntagabend mit einem Gottesdienst und anschließendem Empfang in der Dahler Kirche aus seiner Tätigkeit in der pfarramtlichen Verbindung Dahle-Evingsen verabschiedet wurde.

Die Predigt in der „Guten-Abend-Kirche“ hielt Heider selbst, musikalisch wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor der Gemeinde mitgestaltet. Auch viele Gemeindemitglieder aus Evingsen waren nach Dahle gekommen, um sich von ihrem scheidenden Seelsorger zu verabschieden.

Nach dem Gottesdienst erinnerte Krause in einem kurzen Rückblick an das Jahr 2010, in dem Heider seinen Dienst in Evingsen begann. Er lobte mit sehr persönlichen Worten das Engagement Heiders in beiden Kirchen: „Unsere gemeinsame Dienstzeit war von Anfang an auf drei Jahre zugeschnitten. In diese Zeit fiel die Umstellung in die pfarramtliche Verbindung unserer beider Gemeinden. Du hast den kirchlichen Unterricht in beiden Pfarrstellen übernommen, deine Predigten, deine Gottesdienste und auch deine musikalische Begabung hat den Gemeinden gefallen und den Traum geweckt, es könnte immer so weiter gehen!“ Gescheitert war der Wunsch der Gemeindemitglieder am demografischen Wandel und den finanziellen Möglichkeiten. „Leider sind wir eine Gemeinde mit wenigen Möglichkeiten, trotzdem verbreiten wir die beste Nachricht der Welt!“

Auch die Kirchmeister aus Dahle und Evingsen, Wilfried Korte und Britta Radix, dankten Heider, die Kirchenbesucher zollten ihm durch lang anhaltenden Applaus ihren Dank und ihren Respekt. Heider schloss den Gottesdienst mit einem gesungenen lateinamerikanischen Segen, der noch einmal die Gelegenheit bot, einer ganz besonderen Stimme zuzuhören.

Anschließend wurden in der Kirche belegte Brote und Getränke gereicht und es bestand die Möglichkeit, sich persönlich von Heider zu verabschieden. Der Pfarrer, der auf Grund gesundheitlicher Beeinträchtigungen seinen Dienst seit dem Frühsommer 2013 nicht mehr wahrnehmen konnte, wird sich für den Kirchenkreis Iserlohn zunächst an der Versöhnungkirche, dann kirchenkreisweit, um ehrenamtliche Seelsorge in der Altenpflege kümmern.

Von Silvia Sauser

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