Pfarrer-Doppelpack für Evingser Gemeinde

Pfarrer Martin Heider kommt nach Evingsen.

ALTENA - Dass er Orgel spielen kann, das hat Pfarrer Martin Heider bereits zu Heilig Abend unter Beweis gestellt. Weil ein Organist in Evingsen fehlte, griff der Theologe selbst in die Tasten. Ab dem 1. März 2011 wird er sich gemeinsam mit seinem Dahler Amtsbruder Uwe Krause eine Pfarrstelle in Evingsen teilen.  Beide Gemeinden gehen zum neuen Jahr eine pfarramtliche Verbindung ein.

Sowohl Uwe Krause, bisher mit 75 Prozent in Dahle tätig, als auch Heider, der noch in der evangelischen Erwachsenenbildung tätig war und bleibt, werden dann je 50 Prozent der seelsorgerischen Aufgaben in Evingsen erledigen.

Geistlicher ist 47 Jahre alt

Heider ist 47 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Nach einer Ausbildung in der braunschweigischen Landeskirche wechselte er der Liebe wegen nach Westfalen und schloss hier seine Ausbildung ab. Es folgten Stellen unter anderem als Gemeindepfarrer in Dortmund oder Studienleiter im Haus Werkstatt in Wuppertal. Im letzten Jahr war er von der Landeskirche für die Begleitung der Landesgartenschau in Hemer freigestellt.

Dahle hat aktuell etwa 1 300 Christen, Evingsen rund 1 700 Gemeindeglieder. Damit sei eine Vollbesetzung der Pfarrstelle in Evingsen, die bisher Pfarrer Pallmann inne hatte, nicht mehr möglich, erläuterte Martina Espelöer als Superintendentin der Gemeinde. Die beiden Pfarrer sagen: „Wir wollen alles dafür tun, dass hier das Evangelium verkündet wird und die Menschen Schritte aufeinander zugehen können – und zwar als sich ergänzendes Team.“

Superintendentin Martina Espelöer meinte im letzten Gemeindebrief, Evingsen stehe jetzt vor einem Schritt in eine Zukunft, „in der wir anders Kirche sein müssen, als noch vor wenigen Jahren.“ Sie habe großen Respekt vor dem Presbyterium, das sich allen Fragen rund um diese Neuordnung stellte. „Dieser neue Weg wird ein gemeinsamer Weg mit Dahle sein.“ Auch wenn andere Gemeinden diese Wege ebenfalls beschritten hätten, brauche es doch wieder eigene Ideen, die zu jeder Gemeinde passten. Espelöer: „Da gibt es noch viel zu überlegen.“

Gemeindeversammlung

Im letzten Pfarrbrief kündigte die Superintendentin an, dass es im Januar eine Gemeindeversammlung geben werde. Dort könne jeder seine Fragen dann auch persönlich stellen.

von Johannes Bonnekoh

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