Pfähle werden erst ganz zum Schluss gesetzt

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Große Ausmaße wegen des Arbeitsraumes und fast wasserfrei – die Terrassen selbst werden aber kleiner.

ALTENA - „Die Arbeiten gehen gut voran.“ In diesem einzigen Satz fasste gestern Stadtplaner Roland Balkenhol beim Wochengespräch auf der Baustelle den Stand der Arbeiten an den Lenneterrassen zusammen.

Begünstigt wird der Baufortschritt vom extrem niedrigen Wasserstand des Flusses. „Gegen 8 Uhr hatten wir nur einen Pegel von 18 Zentimetern, ideal.“ Warum es dann zeitweilig plötzlich 50 Zentimeter waren, konnte er sich nicht erklären.

Die mächtige Baugrube im Lennebett ist dennoch fast wasserfrei. Dafür sorgen rund 100 Sandsäcke, jeder etwa eine Tonne schwer, die die Ausmaße der Terrassen optisch markieren. Sie haben eine Höhe von 100 Zentimetern. Weil sie den Wasserfluss nicht komplett abdichten konnten, wurde noch Erde davor verfüllt. Zudem sorgen mächtige Pumpen dafür, dass die Baustelle nur noch einige Wasserpfützen hat.

„Wir werden jetzt die Fixpunkte für die Treppen exakt angeben, dann wird ein Fundament gegossen und entlang der neuen Außenmauer werden darauf drei Reihen Grauwacke-Steine stehen“, erläutert Balkenhol das weitere Prozedere. Man müsse dabei sehr genau arbeiten, „die Treppen müssen auf den Zentimeter genau passen.“ Gebaut werden sie dann aufsteigend vom Grund der Lenne Richtung Gehsteig. Von hier bis zum Boden der Baustelle ist das Bauloch im Fluss immerhin 260 Zentimeter tief. Die Stufen selbst bestehen wiederum aus gesägter Grauwacke.

Die Baustelle ist deshalb so tief in das Flussbett eingefräst worden, damit in Zukunft bei allen Wasserständen Unterspülungen verhindert werden. Das garantieren eine Lage Kies und das Fundament selbst. „Ich bin ganz sicher, nächste Woche kann jeder, der am Geländer steht, schon wieder einen deutlichen Baufortschritt sehen“, so Balkenhol.

Die Lenneterrasse wird aber nicht so groß, wie es jetzt den Anschein hat. „Zum Bau der Außenmauer und der Treppen benötigen wir natürlich Arbeitsraum.“ Die Pfähle, auf denen einmal die Lenneterrassen ruhen werden, werden vermutlich im Juli gesetzt und dann bis auf den Fels durch alle Schichten durchgebohrt.

von Johannes Bonnekoh

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