"Hier wird großartige Arbeit geleistet"

Unter dem Motto „90 Jahre Pfadfinden“ hat der Stamm Evingsen im Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) am vergangenen Samstag seinen 1. Pfadi-Ball gefeiert.

Rund 60 Gäste aller Generationen kamen im evangelischen Gemeindehaus zusammen, um in Erinnerungen zu schwelgen und die tolle Gemeinschaft innerhalb des VCP-Evingsen aufleben zu lassen. Grußkarten von Menschen, die leider nicht an dem Abend teilnehmen konnten, erreichten die Organisatoren sogar aus dem fernen Sri Lanka. Um die Erinnerungen lebendig werden zu lassen, hatte Hans-Gerd Mosch ganz tief im Archiv gestöbert und Zeitdokumente vergangener Jahrzehnte zu Tage gefördert. Die Ergebnisse waren an mehreren Fotowänden zu bestaunen. 

„Es ist schon etwas Besonderes, dass ein Stamm bereits seit 90 Jahren existiert. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Pfadfinderbewegung erst 120 Jahre alt ist“, so Steffen Immink von der VCP-Landesleitung. Und sein Kollege Marius Mayer fügte an, dass es in Westfalen deutlich größere Städte gebe, die aber nicht mit einem so hohen Engagement aufwarten könnten, wie die Evingser. „Hier wird großartige Arbeit geleistet.“ Dies zeige sich auch daran, dass die Evingser bei überregionalen Veranstaltungen wie dem Evangelischen Kirchentag oder dem erst in diesem Jahr ausgetragenen Landespfingstlager immer vorne mit dabei seien. 

Für die Organisation des kompletten Abends hatten sich die Gruppenkinder bereits seit Wochen mächtig ins Zeug gelegt. So bekam jeder Gast zu Beginn ein Glas Sekt überreicht. Später sorgten sie für den reibungslosen Ablauf des 3-Gänge-Menüs, das ganz nach Pfadfinder-Art in großen Töpfen zubereitet worden war. „Von dem Service kann sich jedes Restaurant eine Scheibe abschneiden“, so Marius Mayer. 

Die musikalische Unterhaltung übernahm das Duo Herrencreme (Motto: Balladen, Schokosplitter und ein Schuss Humor) in Person von Felix Piltz und Christian Bullenda. Im ersten Teil des Abends spielten sie ausschließlich Stücke, die in irgendeiner Form mit dem Stamm Evingsen in Verbindung gebracht werden konnten. Zudem wurden die Gäste immer wieder in das Programm mit einbezogen. Der Grund: der Auftritt der Band sollte kein reines Konzert sein. Stattdessen sollte jeder Gast, egal welchen Alters, doch einmal mitteilen, was ihm die Pfadfinder-Bewegung konkret im Leben gebracht habe, um nur einen Punkt zu nennen. Aufgrund des erfolgreichen Abends soll der 1. Pfadi-Ball keine einmalige Veranstaltung bleiben, sondern in jedem Fall eine Wiederauflage erfahren.

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