Stadtbücherei

Großer Ansturm auf die Stadtbücherei

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„Wir sind hellauf begeistert“, sagte Büchereileiter Antonius Gusik über den starken Andrang auf das Puppentheaterstück im Veranstaltungssaal der Stadtbücherei.

Altena - Antonius Gusik, Leiter der Stadtbücherei, ist begeistert: Rund 90 Besucher zählte er am Dienstagabend beim Puppentheaterstück "Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch" in der Bücherei. Der große Ansturm auf die Stadtbücherei war vergleichsweise ungewöhnlich.

„Hält das die Treppe denn aus, wenn so viele Leute heruntergehen?“ Die Frage eines Vaters war berechtigt: Das Puppentheater „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ lockte so viele Besucher in die Stadtbücherei wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

„Wir sind hellauf begeistert“, zeigte sich Antonius Gusik, Leiter der Stadtbücherei, erfreut. Über 90 Gäste seien in den Veranstaltungssaal gekommen. „Zuletzt war das vor 25 Jahren so“, sagt Gusik. Einige Besucher habe man am Dienstagabend sogar wieder abweisen müssen, da der Veranstaltungssaal bereits zum Bersten gefüllt war. „Ich kann nicht genau sagen, warum so viele kamen. Aber für Kinder ist ja Puppentheater etwas Schönes“, sagt Gusik. 

Die große Freude über die vielen Besucher hat einen Grund: Für gewöhnlich haben es die Verantwortlichen der Stadtbücherei schwer, Besucher zu Veranstaltungen zu locken. Nach dem Erfolg des Puppentheaters will sich Gusik nun nach ähnlichen Angeboten umhören. 

Zahl der Leser ist deutlich zurück gegangen

Die kleinen Zuschauer hatten Spaß bei dem Stück über Pettersson und Findus.

Werben will er für Veranstaltungen wie bisher: „Ich wüsste auch nicht, was man da anders machen kann.“ Die Bürger würden informiert durch das AK, Facebook, die Homepage der Stadtbücherei sowie Plakate und E-Mails, die an die in der Bücherei angemeldeten Leser verschickt werden. Gerade die Zahl dieser Leser ist jedoch in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. 

Während im Jahr 2000 zum Beispiel rund 270 der Altenaer 18- bis 23-Jährigen einen Büchereiausweis innehatten, waren es 2016 nur noch etwa 80. Nur bei den Ein- bis Fünfjährigen sowie den ab 56-Jährigen nähern sich die Zahlen aus den Jahren 2000 und 2016 in etwa an. „Im Moment sind die 6- bis 13-Jährigen unsere größte Lesergruppe“, sagt Gusik. Den Andrang auf das Puppentheater nutzte er sogleich zugunsten der Bücherei. Am Ausgang wurden Anmeldebögen für die Bücherei verteilt. 

„Für Kinder und Jugendliche ist alles kostenfrei, außer die Versäumnisgebühren“, sagt Gusik. Mit dem Ausweis können sie aus dem Bestand von etwa 30 000 Medien, darunter Bücher, DVDs, CDs und Gesellschaftsspiele, frei wählen. Auch Studenten und Empfänger von Hilfe nach dem Sozialgesetzbuch sind von dem Beitrag, 24 Euro im Jahr, befreit. „Die Stadt hat das sehr großzügig geregelt. Viele wissen das gar nicht“, sagt Gusik. 

Das Theaterstück kam bei den kleinen Besuchern, die mit frischem Popcorn versorgt wurden, sehr gut an. Sie sangen, riefen und lachten über Pettersson und Findus, deren Weihnachtsfest durch einen kleinen Unfall ins Wanken geriet, durch unerwartet viele Besucher jedoch gerettet wurde. Ähnlich ging es wohl auch den Verantwortlichen der Stadtbücherei am Dienstagabend.

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