Geburtstag am „Heiligmorgen“

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Peter-Wilm Schmidt feiert am heutigen Heiligabend Geburtstag. Die Familie steht dabei im Tages-Mittelpunkt.

Altena - Heiligabend ist im Jahreskreis durchaus ein besonderer Tag. Das ist er in ganz persönlicher Weise auch für Peter-Wilm Schmidt. Der bekannte Altenaer Unternehmer feiert am 24. Dezember Geburtstag.

In diesem Jahr kann er das 68. Wiegenfest begehen. Auf eine Besonderheit aber weist der in Altena an der Linscheidstraße 56 geborene Mann immer gerne hin: „Ich feiere nicht Heiligabend, ich feiere Heiligmorgen meinen Geburtstag.“ Damit spielt er humorig darauf an, dass er um 11 Uhr in der Früh am 24. Dezember 1948 das Licht der Welt erblickte. Sehnlichst erwartet von der Familie, denn Peter-Wilm Schmidt sollte ursprünglich schon am 20. Dezember auf die Welt kommen. 

An seine Kinderzeit, als Papa Wilhelm Schmidt oder Großvater Adolf Lüling Heiligabend im Familien- und Freundeskreis noch standesgemäß den Stresemann trugen, kann er sich genau so erinnern, wie auf die „geschenktechnischen Auswirkungen“ von Geburtstag und Weihnachten in der Kinderzeit. Geschenktechnische Auswirkungen – ein komisches Wort, sicher, Schmidt lächelt und fügt an: „Zum Geburtstag gab‘s das weiße Hemd, das konnte man dann abends schon Mal ,für gut’ anziehen, am Abend selbst folgten die ersehnten Spielsachen“. 

Der 24. Dezember war immer klar gegliedert

Zurückgesetzt gefühlt, was den Umfang an Geschenken anging, habe er sich aber niemals. Der 24. Dezember war bei Schmidts zuhause klar gegliedert. Nach dem Aufstehen Kaffee trinken, Geschenk auspacken, Mittagessen – „meist kam Grünkohl auf den Tisch – und dann waren auch schon alle Türen zu. Als Kind habe ich immer versucht, etwas herauszufinden, konnte aber oft nur die Eltern unter dem Türspalt erkennen, die hin und her liefen.“ Die eigentliche Bescherung fand dann erst am Heiligabend statt. Sehr familiär ging es in der Kinderzeit in der Familie Schmidt-Lüling zu. 

Am ersten Weihnachtstag kamen Oma und Opa zu Besuch, „danach gingen wir irgendwann zu Hahn’s an der Friedhofstraße“. Hahn war der Patenonkel des kleinen Peter-Wilm und Inhaber von Hahn & Co in Nachrodt. Auch am zweiten Feiertag standen Besuche an, bei denen die Kinder – der Jubilar hat noch eine Schwester – „stets mitgingen. Wir haben dann unseren Nachbarn Adolf Gerdes besucht. Sohn Hermann hatte eine tolle Eisenbahn. Das war ein herrliches Erlebnis, sich damit zu beschäftigen. Zudem hatte die Familie einen Hund namens Dolli. Uns Kindern ist es nie langweilig geworden.“ Zeitsprung: Heute umgibt sich sowohl Peter-Wilm Schmidt als auch seine Familie gerne mit „lieben Freunden und Gästen.“ Vormittags, also am Geburtstags-„Heiligmorgen“, ist Visite. 

„Fürst Pückler ist einfach lecker“

Gegen 12 Uhr reichen die Schmidts eine Suppe oder Kleinigkeiten, die Gäste verlassen ihr Haus meist gegen 15 Uhr. Dann heiße es, alles wieder aufzuräumen. Gegen 17.30 Uhr schaut eine liebe Nachbarin mit Familie vorbei und bringt ein Knusperhäuschen aus Eis mit. „Fürst Pückler ist einfach lecker“, sagt Peter-Wilm Schmidt, der immer „die Scheibe mit dem Schornstein bekommt. Ich habe ja schließlich Geburtstag.“ Nach ein paar Drinks, meist einem kühlen Sekt, sind die Schmidts ab 20 Uhr „wieder allein.“ Bis dahin steht der Christbaum im Wohnzimmer aber noch nicht. 

„Ich schlüpfe dann fix in eine Jeans, der Puter wird angebraten und nach dem Einstielen und Schmücken sowie den Aktivitäten in der Küche geht es in die Christmette.“ Ob nun Evingsen, Dahle oder Altena – das hänge immer von den angebotenen Gottesdienstzeiten ab. Und die Bescherung? Die erfolgt heute im Hause Schmidt erst am 1. Weihnachtstag im Kreise der ganzen Familie. Dann sind Sohn, Tochter und Enkelkinder sowie Schwester und Schwager aus Menden im Haus und bis im vergangenen Jahr auch noch die Oma, die aber im hohen Alter von fast 101 Jahren in diesem Jahr verstarb. „Wir werden sehr an sie denken“. Erst wenn der Zeiger der Uhr so auf 11 Uhr vorgerückt ist, erfolgt die Bescherung und danach wird noch einmal zu Tisch gebeten.

Weihnachten ist das Familienfest schlechthin

Familie, Freunde, Nachbarn und natürlich Gratulanten: „Drubbelig“ sei es hier und da schon, wie der Sauerländer salopp eine große Personenzahl umschreibt. „Aber Weihnachten ist und bleibt nun mal für mich, für unsere Familie, das Familienfest schlechthin“. Das AK gratuliert Peter-Wilm Schmidt herzlich zum Geburtstag!

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