Personalnot im Rathaus: Lage entspannt sich

Lange Warteschlangen bilden sich vor dem Bürgerservice am Markaner in Altena.
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Lange Warteschlangen bildeten sich im Sommer vor dem Bürgerservice am Markaner in Altena.

Gute Nachrichten aus dem Rathaus: Die Personallage hat sich etwas entspannt. Dennoch sucht die Verwaltung dringend neue Kräfte.

Altena – Die Personalnot im Rathaus ist eine der großen Baustellen in Altena. Das Ordnungsamt kämpft mit einem Engpass, den die Corona-Lage durch die erforderlichen Kontrollen noch verschärft. Im Bürgerservice fehlte ebenfalls Personal.

Dort hatte es im Juli großen Unmut gegeben, weil die wenigen Mitarbeiter derart überlastet waren, dass sich am Markaner lange Warteschlangen bildeten und die Bürger teils mehrere Stunden warten mussten – oder sogar unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt wurden.

Bürgerservice in Altena: „Bisher keine Beschwerden gehört“

Diese Regelung ist mittlerweile kassiert worden. Wer im Bürgerbüro etwas zu erledigen hat, muss vorab einen Termin vereinbaren. Es gibt dort wieder zwei Kräfte sowie eine dritte, neue Mitarbeiterin. Die Situation scheine sich entspannt zu haben, sagte Bürgermeister Uwe Kober (CDU) in der Ratssitzung. „Bisher habe ich keine Beschwerden gehört.“

Damit antwortete er auf die Anfrage der CDU im Vorfeld der Sitzung. Den Christdemokraten sind die Themen Personal und Corona so wichtig, dass sie diese gleich in der ersten Sitzung des neuen Rates besprechen wollten. Alle Infos zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.

CDU will Antworten rund ums Thema Corona

Vier Punkte lagen der CDU besonders am Herzen. Wie kann das Ordnungsamt mit der angespannten Personalsituation umgehen? Wie funktioniert das Bürgerbüro am Markaner unter Hygieneschutzbedingungen? Wie ist die Situation mit Blick auf Corona an den Schulen? Und welche Erfahrungen macht die Stadtverwaltung mit dem Home-Office?

Letzteres konnte der Bürgermeister aus erster Hand berichten. Nachdem ein Mitglied des Krisenstabs der Stadt positiv getestet worden war, hatte die Spitze der Verwaltung samt aller Abteilungsleiter zwei Wochen von zuhause arbeiten müssen. Das habe sehr gut funktioniert, antwortete Kober. „Ich war erstaunt.“ Es gebe derzeit weitere Home-Office-Plätze. Personell wolle man deshalb auch vor diesem Hintergrund im IT-Bereich aufstocken. Es sei aber schwierig, geeignete Kräfte zu finden.

Ordnungsamt: Personelle Verstärkung aus anderen Bereichen

Angespannt bleibt die Situation im Ordnungsamt. Derzeit gebe es allerdings zumindest Verstärkung durch Mitarbeiter etwa aus dem Bäderbetrieb oder vom Burgaufzug, die vorwiegend im Innendienst tätig sind, erläuterte der Bürgermeister. Eine halbe Stelle zur Verkehrsüberwachung sei außerdem ausgeschrieben. Kober versicherte, die zahlreichen Überstunden und Ansprüche gingen den Mitarbeitern nicht verloren. So sei es mit dem Personalrat vereinbart.

Hinsichtlich der Unterrichtssituation an den Schulen stellte der Ratsvorsitzende fest: „Die Schulen sind flexibel und erfinderisch. Sie meistern die Situation gut.“ Alle Räume eigneten sich zum „Querlüften“. Luftreinigungsgeräte, das sei einhellige Meinung bei einer Schulträgerkonferenz gewesen, könnten das Lüften nicht ersetzen. Für die Schüler hatte Uwe Kober ein Kompliment: „Die Kinder gehen sehr gut mit der Situation um.“

Schulbusverkehr: Situation entschärft

Eine Anmerkung hatte dazu Ratsfrau Dr. Rita Rüth (Grüne). Sie machte darauf aufmerksam, dass in manchen Schulbussen die Kinder beengt „wie die Heringe“ untergebracht seien. Darin liege eine große Gefahr.

Diese Kritik wurde von allen Seiten im ganzen Märkischen Kreis laut. Darum werden ab Montag (7. Dezember) Reisebusse eingesetzt, um den Schülertransport zu entzerren. So wird auch Busunternehmer Volker Bösert aus Evingsen in seinen grünen Reisebussen bald Schüler befördern.

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