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Personalnot im Rathaus: Grüne erinnern Bürgermeister an Wahlversprechen

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Von: Thomas Bender

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Im Altenaer Rathaus sind derzeit viele Stellen unbesetzt. Die Personalnot wird jetzt auch Thema in der Lokalpolitik.
Im Altenaer Rathaus sind derzeit viele Stellen unbesetzt. Die Personalnot wird jetzt auch Thema in der Lokalpolitik. © Bender, Thomas

Brandmeister und Notfallsanitäter sucht die Stadt eigentlich immer. Schaut man in diesen Tagen auf die Altena-Homepage, dann findet man dort aber auch noch eine Reihe weiterer Stellenausschreibungen

Gesucht werden ein Klimaschutzmanager, ein Archivar, die stellvertretende Leitung für die Finanzbuchhaltung und ein Sachbearbeiter für das Schulverwaltungsamt. Hinzu kommen vier Stellen für das Bauamt, darunter zwei für Ingenieure und eine für einen Architekten – all das natürlich für „divers, männlich, weiblich“.

Der offenkundige Personalmangel ruft jetzt die Grünen auf den Plan: Sie beantragen, der Personalsituation im Rathaus in der Ratssitzung am 22. August einen Tagesordnungspunkt zu widmen. Die Verwaltung soll dann erklären, wie viele Stellen unbesetzt sind und was getan worden ist, um anfallende Arbeiten auf die verbleibenden Mitarbeiter zu verteilen. Auskunft erbittet die grüne Ratsfraktion auch darüber, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um die verbleibenden Mitarbeiter zu halten und welche Überlegungen bisher zur Personalgewinnung und/oder Umstrukturierung angestellt wurden.

Erschwerte Bedingungen durch Corona und Autobahn-Sperrung

Auch für das schon lange angekündigte Personalentwicklungskonzept interessieren sich die Grünen. Ihre Fraktionsvorsitzende Judith Köster erinnert daran, dass es sich dabei um ein Wahlversprechen von Bürgermeister Uwe Kober (CDU) handelt: „Vor Ihrem Amtsantritt haben Sie damit geworben, die Personalsituation im Rathaus verbessern zu wollen und hierzu ein umfangreiches Personalentwicklungskonzept vorzulegen“, heißt es in der Antragsbegründung.

Wegen der aktuell schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt im Allgemeinen, durch Corona und die erschwerte Verkehrsanbindung durch die Sperrung der A 45 im Besonderen, sehen die Grünen erheblichen Handlungsbedarf. Köster: „Hier bedarf es dringend einer anderen Führungskultur, um die verbleibenden Mitarbeitenden in der Verwaltung zu entlasten.“

Auch Bürger, die auf eine funktionierende Verwaltung angewiesen seien, müssten erkennen können, welche Maßnahmen ergriffen würden, heißt es abschließend.

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