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Parkgebühr per App bezahlen: In Altena bald möglich?

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Von: Thomas Bender

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Der Parkscheinautomat an der Lenneuferstraße nimmt  wie alle anderen im Stadtgebiet – nur Münzen. Mit Scheinen oder gar mit Karte kann hier nicht bezahlt werden.
Der Parkscheinautomat an der Lenneuferstraße nimmt wie alle anderen im Stadtgebiet – nur Münzen. Mit Scheinen oder gar mit Karte kann hier nicht bezahlt werden. © Bender, Thomas

Bislang kann der Parkschein in Altena nur mit Kleingeld bezahlt werden. Scheine nehmen die Automaten nicht an, auch eine Kartenzahlung ist nicht möglich. Bald könnte das Parkticket jedoch vielleicht per App beglichen werden.

Früher sprach man von Groschengräbern – mechanische Geräte, die man mit Zehnpfennig-Stücken füttern musste, um von Politessen unbehelligt parken zu dürfen. Diese Zeiten sind vorbei, die klassische Parkuhr ist dem Parkscheinautomaten gewichen. Der kommt zwar digital daher, viel mehr als die Parkuhr von damals kann er aber auch nicht. Jedenfalls nicht in Altena – und das, obwohl nach der Hochwasserkatastrophe die meisten Geräte zerstört waren und durch Automaten der neuesten Generation ersetzt wurden.

„Wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden, an den Parkscheinautomaten Kartenzahlung zu ermöglichen“, sagt Stefan Wille, der im Ordnungsamt auch für die Parkscheinautomaten zuständig ist. Es sei sehr aufwendig, die Geräte entsprechend auszustatten, auch im laufenden Betrieb sei das mit nicht unerheblichem finanziellem Mehraufwand verbunden. Leidtragende sind die Autofahrer – jedenfalls dann, wenn sie kein oder kein passendes Kleingeld dabei haben. Scheine nehmen Altenas Parkscheinautomaten nicht, wechseln können sie auch nicht. Ärgerlich, wenn man für den kurzen Besuch eines Geschäftes in der Innenstadt einen Euro opfern muss.

Abhilfe ist in Sicht

Jetzt ist Abhilfe in Sicht: Wille bestätigte, dass es Gespräche mit dem Anbieter einer Parkschein-App gibt. Die letzte Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen, man stehe der Sache im Ordnungsamt aber sehr positiv gegenüber.

Noch werden über die Parkster-App keine buchbaren Parkplätze in Altena angezeigt. Das könnte sich aber bald ändern.
Noch werden über die Parkster-App keine buchbaren Parkplätze in Altena angezeigt. Das könnte sich aber bald ändern. © Thomas Bender

Es handelt sich um Parkster. Die App funktioniert bereits in 450 Städten, darunter auch Werdohl und Iserlohn. Wer die App auf seinem Smartphone hat, kann eingeben, wo sein Auto steht und wie lange er dort parken möchte. Einen Parkschein braucht er dann nicht mehr: Die App ist mit der Software verbunden, die die Stadt zur Überwachung des ruhenden Verkehrs nutzt. Sobald die Politesse das Kennzeichen eingegeben hat, bekommt sie eine Mitteilung, ob es sich wirklich um einen Falschparker handelt oder ob die Parkgebühr digital bezahlt worden ist.

Parkzeit per Smartphone verlängern

Die App löst nicht nur das lästige Kleingeld-Problem. Wenn es beim Zahnarzt länger dauert als geplant, kann man aus dem Zahnarztstuhl heraus die Parkzeit verlängern. Und wenn es schneller gegangen ist als erwartet, dann kann man den Parkschein vorzeitig beenden und zahlt nur für die Zeit, in der man tatsächlich auch geparkt hat.

Abgerechnet wird einmal im Monat. Wer Parkster nutzt, kann wählen, ob er eine Rechnung haben will oder ob der Anbieter der App die Kreditkarte mit dem anfallenden Betrag belasten kann. Berechnet werden nur die Parkgebühren. Auch für für die Stadt sei Parkster anfangs kostenfrei, erklärt Wille. Später zahle sie eine Gebühr.

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