Sanierungsarbeiten kommen gut voran

Großer Saal der Burg Holtzbrinck fast fertig: Optimales Klima für den Flügel geschaffen

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Mit der Montage der Fußleisten endete das Aufarbeiten des Parketts.

Altena – Sie kommen in Schwung, die Arbeiten in der Burg Holtzbrinck. Am Mittwoch war das Parkett in der oberen Etage fertig geschliffen. Zudem hat das besondere Schmuckstück des Hauses im großen Saal seinen neuen Platz eingenommen: Der wertvolle Bechstein-Flügel.

Der wertvolle Bechstein-Flügel. Das hochwertige Tasteninstrument bekommt in Zukunft einen exklusiven Platz: Die Raumbucht in der linken Ecke des großen Saals wird mit einer großen Glasscheibe abgetrennt. Zusätzlich wird es ein Klimasystem geben, das dem Klavier perfekte Temperaturbedingungen bieten wird. 

Außerdem kann es künftig auch ohne Abdeckung dort stehen. „Dann können wir unseren ‘Ferrari‘ in der offenen Garage präsentieren“, freut sich Karsten Wolfewicz. Der Hausmeister ist ständiger Begleiter der aufwendigen Modernisierungsarbeiten und tritt auch im Rahmen seiner Vortragsreihe „Garten der Geschichte“ in der Burg Holtzbrinck auf. 

So auch am Dienstag mit seinem Programm „Zwerge und Riesen“, in dem er die Zuschauer gemeinsam mit Höhlenforscher Udo Tauchert auf eine Reise in Westfalens Berg- und Höhlenwelt führte. 

Dass die Veranstaltung trotz der laufenden Bauarbeiten stattfand, kam nicht von ungefähr: „Wir kommen immer besser voran. Uns war es wichtig, dass die ‘Operation‘ hier am schlagenden ‘Kulturherzen‘ durchgeführt wird. Und seien wir mal ehrlich: Was gibt es Spannenderes als Kultur auf einer Baustelle?“, denkt Wolfewicz. 

Auf der Höhe der Zeit ist endlich die Veranstaltungstechnik.

Gehemmt seien die Arbeiten in den vergangenen Monaten dennoch gewesen: Durch Versäumnisse aus den 70er Jahren (letzte große Restaurierung der Burg Holtzbrinck) kamen Dinge zum Vorschein, die niemand ahnen konnte und die erhebliche Verzögerungen nach sich zogen. 

Die Heizung musste etwa aus dem Keller auf den Dachboden verfrachtet werden. „Da ahnt man, welch ungeheuren Aufwand das bedeutete“, sagt Wolfewicz. Wolfewicz ist sich sicher, dass es jetzt aber wieder schneller vorangeht: „Im Sommer hatten wir einen leichten Durchhänger. Aber jetzt läuft alles rund.“ 

Im Obergeschoss neigt sich die Arbeit dem Ende zu: Der Boden ist fertig, die Technik wurde neu installiert, und die neue Elektrik ist fertig. Im Erdgeschoss geht es allerdings noch ein wenig weiter. 

Dort wird momentan die Fensterkonstruktion angebracht, alles nach Vorschriften des Denkmalschutzes, weiß auch Peter Jeromin, dessen Tischler-Betrieb für die Fenster der Bürgerburg zuständig ist.

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