Stichproben in Altenas Parkhäusern

Parkboxen mit schwankender Breite

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Der Platzbedarf ist je nach Fahrzeugbreite höchst unterschiedlich. Das gilt aber offenbar auch für die Weise, in der der zur Verfügung stehende Raum genutzt wird.

Altena - Auf zehn Positionen weist die Liste der öffentlichen Parkplätze in der Burgstadt immerhin 1204 Plätze aus. Die beiden größten sind der Lange Kamp (230 Plätze) und das Parkhaus am Rathaus (220), die beiden kleinsten sind der Parkplatz Küstersort (30) und die Parkpalette Bachstraße mit 33 Plätzen. Diese Zahlen werden vor dem Hintergrund einer aktuellen Diskussion interessant:

 Fahrer großer Autos sollen nach einer Forderung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer mehr fürs Parken in Parkhäusern zahlen. Die Stellplätze in älteren Parkhäusern und Tiefgaragen seien zu klein für die immer breiter werdenden Autos. Seit 1990 habe die Breite von Neuwagen im Durchschnitt um 12 Zentimeter auf über 1,80 Meter zugenommen, so der Professor der Universität Duisburg/Essen. Scanner vor den Parkhäusern könnten die Autos messen und danach die Parkgebühr berechnen, schlägt Dudenhöffer vor. So könnten auch die Besitzer kleinerer Autos vor Benachteiligung geschützt werden. Der ADAC fordert stattdessen breitere Stellplätze. Eine Breite von 2,50 Meter für öffentliche Stellplätze sollte als Standard umgesetzt werden, heißt es dort. Der ADAC lehnt höhere Parkgebühren für breitere Pkw im Übrigen ab. Die Bemessung eines Einstellplatzes orientiert sich interessanterweise an der Breite eines VW Käfer und muss in der Regel nur 2,30 Meter betragen. NRW hat auf den Trend zu großen Autos reagiert und schreibt für Neubauten mittlerweile eine Breite von 2,45 Meter vor. Die Maße der Parkboxen in der Burgstadt weisen tatsächlich aber interessante, nicht erwartete Abweichungen auf. Stichprobenartige Messungen zeigen, dass die Parkboxen zum Beispiel im Stapelcenter zwischen 2,20 und 2,67 Meter breit sind. Ein „Ausreißer“ findet sich mit stattlichen 3,21 Metern. In der Tiefgarage am Bungern hat das AK Parkbuchten zwischen 2,15 und 2,52 Meter gefunden. Etwas einheitlicher präsentierte sich die „Röhre“ unter dem Holtzbrinck-Park, wo zwischen 2,24 und 2,26 Meter gemessen wurden. An der Lenneuferstraße (Höhe Terrassen) rangierte die Streuung zwischen 2,20 und 2,35 Meter. Knapp ist es auf dem Parkstreifen in Höhe Küstersort: 1,91 Meter zeigte der Zollstock dort an.

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