Parkautomaten liefern eimerweise Kleingeld

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ichael Sonntag mit fein säuberlich getrennten Cent- und Euro-Münzen: Mehrmals im Jahr wird der Inhalt der Parkscheinautomaten zur Sparkasse gebracht..

ALTENA - Alle paar Wochen schleppen Michael Sonntag und seine Kollegen eimerweise Geld in die Sparkassen-Hauptstelle – dann sind mal wieder die Parkscheinautomaten geleert worden.

„Wir haben alles Mögliche ausprobiert“, berichtet Willi Beckmerhagen – „mit den Baueimern geht es am besten“. Münzgeld sei schließlich schwer. Rund 70 000 Euro nimmt die Stadt im Jahr ein – und das ausschließlich in Cent- und Euromünzen. Da kommen Jahr für Jahr etliche Zentner Kleingeld zusammen.Dreimal insgesamt wird das Geld gezählt. Zuerst vom Automaten selbst – der spuckt bei jeder Leerung einen Beleg darüber aus, wie viel Geld er seit der letzten Leerung eingenommen hat. Dann im Ordnungsamt – dort hat man sich eine ausgediente Zählmaschine der Sparkasse gesichert, um die Park„groschen“ kontrollieren zu können. Dort werden dann auch die „Burgtaler“ aussortiert, die Altenas Einzelhändler (eigentlich zur Weitergabe an ihre Kunden) von der Stadt kaufen können und die von dieser subventioniert werden. Kontrolle drei erfolgt dann in der Sparkassen-Hauptstelle am Markaner, wo die Münzen erneut durch ein Zählgerät laufen. Es komme durchaus vor, dass bei dieser letzten Kontrolle noch wertlose Metallplättchen oder ähnliche Fremdkörper zum Vorschein kämen, verriet gestern Holger Wolf. Die schlucken die Parkscheinautomaten zwar, geben dafür aber keinen Parkschein aus.

Nach dem Zählen in der Sparkassenhauptstelle wird das Park-Geld dem städtischen Konto gutgeschrieben – und zwar so, dass für jeden Parkscheinautomat genau die richtige Summe verbucht werden kann. Das Ordnungsamt hält nämlich genau nach, an welcher Stelle der Innenstadt das Gebührenaufkommen wie hoch ist. Im Innenstadtbereich gibt es nach Angaben des zuständigen Fachbereichsleiters Willi Beckmerhagen genau 13 Parkscheinautomaten.

Es ist übrigens nicht bekannt, dass jemals versucht worden wäre, solch ein Gerät zu knacken. Das sei auch sinnlos, versichert der Hersteller. Die Gerätestruktur sei gegen Vandalismus und Einbruchsversuche äußerst widerstandsfähig. Das Münzgeld werde in einem doppelwandigen Behälter aus besonders sicherem Stahl aufbewahrt.

von Thomas Bender

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