Die Probleme sind bereits bekannt

Pannen bei der neuen MVG-Ticket-App: Nutzer verärgert

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Teures Ticket: Die Fahrt innerhalb Altenas kostet eigentlich nur zwei Euro (zur Vollansicht oben rechts klicken).

Altena - Zu teure Tickets will die neue MVG-Ticket-App den Kunden verkaufen. Und es gibt weitere Probleme mit der neuen App. Die MVG bittet um Geduld.

Zum 1. August erhöhte die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) nicht nur einige Fahrpreise. Sie verkündete auch, dass die Tickets nun papier- und bargeldlos per App auf dem Smartphone gekauft werden können. Möglich macht es die MVG- Ticket-App

Doch diese App funktioniert nicht fehlerfrei, wie Jürgen Walzog aus Altena bei einem Test feststellen musste. Für eine Fahrt mit dem Bus von der Memeler Straße am Breitenhagen bis zum Markaner sollte er einen Fahrpreis von 3,30 Euro zahlen. 

Das wäre eine saftige Erhöhung: Bis vorgestern kostete das Ticket zwei Euro. Und das sollte laut MVG auch trotz neuer Fahrpreise ab August so bleiben. Zudem sollte er zweimal umsteigen – obwohl die Linie 38 von der Memeler Straße bis zum Markaner durchfährt. 

Die falschen Informationen ärgern ihn: „Es kann doch nicht sein, dass ein halb fertiges Produkt auf den Markt gebracht wird. Sowas muss ich doch erstmal testen.“ 

MVG kennt Probleme

Bei der MVG sind diese Probleme bekannt. Diese seien bei der Umstellung auf die neuen Fahrpreise ab 1. August aufgetaucht, sagt Pressesprecher Jochen Sulies. Er bittet Kunden, solche Fehler über die App an die MVG zu melden. „Und wer zuviel bezahlt, bekommt natürlich eine Rückerstattung“, verspricht er. Auch Reklamationen könne der Fahrgast über die App an die MVG einreichen. 

Zudem bittet Sulies die Kunden um etwas Geduld. Die neue Ticket-App befinde sich noch in der „Fehler-Korrektur-Phase“. Gleichzeitig betont er: „Der Kunde soll kein Tester sein. Wir gehen nicht mit einem halb fertigen Produkt auf den Markt.“ Es sei aber noch ein System-Update geplant. 

App-Tickets schon seit Juni

Fakt ist: Die App steht für iPhones und Android-Smartphone kostenlos zum Herunterladen bereit, Kunden können online Tickets kaufen. Doch nicht alle Preise und Informationen stimmen. 

Walzog ist sich sicher, dass diese „Kinderkrankheiten sicher bald behoben sind. Schon klar, dass nicht alles sofort funktionieren kann“. Doch so lange die falschen Fahrpreise auf dem Smartphone auftauchen, wird er die neue App nicht nutzen. 

Übrigens: Über die App der Deutschen Bahn und anderer Mitglieder des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe, zu dem die MVG gehört, gibt es bereits seit Juni papier- und bargeldlos Tickets für die MVG.

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