Paket wäre „unschlagbar“

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Immer wieder zieht es auch große Menschenmassen in den Burghof. ▪

ALTENA ▪ Nach einer Durstrecke im vergangenen Jahr konnten die Burgmuseen bei den Besucherzahlen wieder ordentlich zulegen. Das geht aus einer Erhebung hervor, die Museumsleiter Stefan Sensen den „Freunden der Burg“ bei der jüngsten Mitgliederversammlung vorgelegt hat. Danach haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 immerhin schon 28 000 Menschen die Museen besucht. Im ersten Halbjahr 2010 waren nur 22 500 Gäste gezählt worden. Das aktuelle Besucherplus beläuft sich also auf 24 Prozent.

Damit sieht auch Sensens Prognose für den Rest des Jahres recht rosig aus. „In der zweiten Jahreshälfte haben wir traditionell höhere Besucherzahlen“, weiß der Museumschef.

Für das flaue Abschneiden im Jahr 2010 gibt es nach Sensens Einschätzung gute Gründe. Da sei zum einen ein ungewöhnlich langer Winter gewesen - „bis in den April hinein“. Bei Schnee und Eis hätten offenbar viele Menschen ihre liebe Not damit, sich auf den Burgberg zu wagen. Sensen sieht hier eine „psychologische Hürde.“ Zum zweiten habe es mit der Landesgartenschau Hemer und der „Ruhr 2010“ große Veranstaltungen in der Nachbarschaft gegeben. „Die Menschen haben eben nur ein begrenztes Freizeitbudget. Den Wettbewerb haben alle zu spüren bekommen“, weiß Sensen durch seine Kontakte zu anderen Museen.

Und zu guter Letzt ist es wiederum das Wetter, das sich auf die Besucherzahlen auf der Wulfsegge auswirkt – in den letzten Wochen aber mit einem positiven Effekt. „Wenn es regnerisch oder kühl ist, ist das für die Kultur erfreulich; gerade für die Museen.“

Hinsichtlich des Mittelalterfestes wird auf der Burg im Übrigen Wert auf „ehrliche Zahlen“ gelegt. Die Tausenden von Besuchern, die da in den Burghof strömen, fließen nicht in die Statistik ein. Nur wer an diesen Tagen auch tatsächlich ins Museum geht, sorgt für einen weiteren Strich auf der Liste.

Dem Aufzug zur Burg sieht der Museumsleiter im Übrigen mit Freude entgegen – auch wenn es bisher schon zu einiger Verzögerung gekommen ist. „Ich habe gelernt, Ruhe zu bewahren.“

Im Gesamtkonzept aus Burg, Stadt – mit Krämerdorf – und Aufzug sieht Sensen schließlich einen „bestechenden Gedanken.“ Mittelalterfeste gebe es zwar viele, aber oftmals eben auf der grünen Wiese. Hier habe Altena eine Trumpfkarte, wie sie nur wenige Veranstaltungsorte ausspielen könnten. Sensen: „Damit hat Altena die Chance, in die Phalanx der Etablierten vorzustoßen. Wenn das Gesamtpaket richtig geschnürt ist“, ist Sensen überzeugt, „ist es eigentlich unschlagbar.“ ▪ tk

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