Das könnte für ein Paar aus Altena übel enden...

Bei diesem Vergehen fällt selbst das Fahren ohne Führerschein und Kennzeichen nicht mehr ins Gewicht

Unter anderem der Handel mit Ecstasy-Pillen steht im Raum.
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Unter anderem der Handel mit Ecstasy-Pillen (siehe Symbolfoto) steht im Raum.

Einem 35-jährigen Mann und einer 25-jährige Frau aus Altena droht eine düstere Zukunft. Ihre Vergehen sind so schwer, dass das Fahren ohne Führerschein und Kennzeichen nicht mehr ins Gewicht fallen könnten.

Altena - Ab Montag muss sich das Paar unter anderem wegen bewaffneten Drogenhandels vor dem Landgericht Hagen verantworten. Sie sollen im April 2019 gemeinsam mit Drogen gehandelt haben.

Bei einer Verkehrskontrolle im April in Lüdenscheid sollen in ihrem Auto Drogen gefunden worden sein, die zum Verkauf bestimmt gewesen sein sollen. Zusammen mit weiteren Drogen, die in der Wohnung aufgefunden wurden, soll es sich um rund 185 Gramm Amphetamin, 22 Gramm Marihuana und 44 Ecstasy-Tabletten gehandelt haben. 

Da sie zur Verteidigung des Drogenvorrates in der Wohnung ein Klappmesser und in dem Auto eine geladene Schreckschusspistole aufbewahrt haben sollen, wird ihnen bewaffneter Drogenhandel vorgeworfen. Der Angeklagte soll dabei außerdem unter dem Einfluss von Amphetamin, ohne Fahrerlaubnis, ohne Versicherungs-schutz und mit einem falschen Kennzeichen gefahren sein.

Außerdem wird dem Angeklagten eine weitere Fahrt mit einem anderen Fahrzeug im April dieses Jahres in Altena vorgeworfen, bei der er ebenfalls unter dem Einfluss von Amphetamin, ohne Fahrerlaubnis, ohne Versicherungsschutz und mit einem falschen Kennzeichen gefahren sein soll. Auch hier soll er – diesmal zum Eigenkonsum – knapp 7 Gramm Amphetamin und eine geladene Schreckschusswaffe mitgeführt haben.

Für die schwerste beiden Angeklagten vorgeworfene Straftat, das bewaffnete Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, sieht das Gesetz in der Regel eine Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren vor. Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft. Er soll wegen Urkundenfälschung, Betruges und Drogenbesitzes vorbestraft sein. Die Ange-klagte befindet sich auf freiem Fuß. Gegen sie soll bereits eine Jugendstrafe wegen Rau-bes, gefährlicher Körperverletzung, Erschleichens von Leistungen, Betruges, weiterer Körperverletzungen, Sachbeschädigung und Diebstahl verhängt worden sein. Als Erwachsene soll sie mehrfach wegen Erschleichens von Leistungen sowie wegen Drogenbesitzes verurteilt worden sein.

Für das Verfahren sind vier Verhandlungstage angesetzt.

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