Osterfeuer ja – aber unter Auflagen

ALTENA ▪ Aufatmen bei den Veranstaltern: Alle öffentlichen Osterfeuer können wie geplant stattfinden. Das entschieden Udo Winter (Feuerwehr) und Joachim Protzer (Ordnungsamt) gestern nach eingehenden Ortsbesichtigungen. Wegen der hohen Waldbrandgefahr machten sie allerdings einige Auflagen.

„So ganz wohl ist uns bei der Sache nicht“, hatte Ordnungsamts-Chef Klaus-Peter Trappe schon im Vorfeld mit Blick auf das Evingser Feuer gesagt. Der Schützenplatz ist auf drei Seiten von Wald umgeben, es wurde ausgesprochen viel Brennmaterial angeliefert. Deswegen wurden hier auch die weitestgehenden Auflagen gemacht: Die Löschgruppe Evingsen ist am Samstag mit zehn Mann vor Ort. Bevor das Feuer entzündet wird, wird der angrenzende Wald mit Wasser „getränkt“ und während des gesamten Abbrandes steht die Wehr „Schlauch bei Fuß“.

Veranstalter dieses Feuers ist die Handball-Abteilung der TS Evingsen, die natürlich auch für das leibliche Wohl sorgt und Dieter Potthoff für die musikalische Unterhaltung engagiert hat. Das Feuer soll gegen 16.30 Uhr angezündet werden.

Auch für das Feuer auf dem Turnplatz am Oberen Ardeyweg wurde eine Brandwache angeordnet – die Löschgruppe Rahmede wird wegen der Nähe zum Wald mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort sein. Dieses Feuer wird vom TuS Mühlenrahmede veranstaltet und beginnt um 17 Uhr.

„Kleines Feuer, große Feier“ lautet seit jeher das Osterfeuer-Motto der VfB-Jugend. Weil der Feuerstapel am Reineckestadion tatsächlich von überschaubarer Größe ist, haben Protzer und Winter hier die wenigsten Bedenken – die Veranstaltung kann wie geplant um 17 Uhr starten, Brandschutzauflagen wurden nicht gemacht. Allerdings müssen die VfBer die neue Solaranlage auf dem Dach der benachbarten Sauerlandhalle mit Planen vor Funkenflug schützen.

Insgesamt wurden beim Ordnungsamt 70 Osterfeuer gemeldet, die meisten davon sind kleine Gartenfeuer. Wer am Samstag ein solches entzünde, möge äußerste Vorsicht walten lassen, bat Udo Winter gestern – „der Gartenschlauch sollte angeschlossen sein und daneben liegen“. Wegen der seit Anfang März herrschenden Trockenheit besteht eine für die Jahreszeit atypisch hohe Waldbrandgefahr, die vierte von insgesamt fünf Warnstufen ist erreicht. Das führte bereits zum ersten kleinen Flächenbrand: Udo Winter entdeckte ihn, als er am Dienstag auf der Linscheidstraße unterwegs war und alarmierte das Tanklöschfahrzeug der Wache, dessen Besatzung die Sache schnell unter Kontrolle hatte. Inzwischen hatte Winter auch die Feuerlöschteiche in den Wäldern kontrolliert – eine Aufgabe, die normalerweise erst im Sommer ansteht.

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