CDU schickt Uwe Kober als Hollstein-Nachfolger ins Rennen

Ortsvorsteher wird eine gewichtige Rolle im neuen Rat spielen

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Helmar Roder begründete,  warum sich der  CDU-Vorstand für Uwe Kober als  Bürgermeisterkandidaten entschieden hat. 

Altena - Keine Enthaltung, keine Gegenstimme, 39-mal Ja – so gingen am Mittwochabend bei der CDU alle Wahlen aus. Der Stadtverband hatte in die Dahler Schützenhalle eingeladen, um über den Bürgermeisterkandidaten, die Wahlkreisbewerber und die Reserveliste abzustimmen und so die Weichen für die Kommunalwahl im September zu stellen.

Dass die Union Uwe Kober als potenziellen Hollstein-Nachfolger ins Rennen schicken wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Überraschender war da schon, dass Helmar Roder den offiziellen Vorschlag machte und begründete – das und die Tatsache, dass er später auf Platz eins der Reserveliste gewählt wurde, spricht dafür, dass der Dahler Ortsvorsteher im neuen Rat eine gewichtige Rolle spielen wird.

Es habe in der CDU mehrere Interessenten für die Kandidatur gegeben, verriet Roder – „aber es gibt nicht so viele, die in sich all das vereinen, was wir uns von einem Bürgermeister erhoffen“. Kober kenne Altena aus dem Effeff, sei auch durch sein Engagement bei Feuerwehr, Schützen und anderen Vereinen gut vernetzt und habe durch seine 21-jährige Mitarbeit im Rat große politische Erfahrung. Als Mitarbeiter eines Geldinstitutes stelle er täglich unter Beweis, dass er mit Geld umgehen könne, auch Mitarbeiterführung habe er dort gelernt – eine wichtige Eigenschaft, weil der Bürgermeister ja auch an der Spitze der Verwaltung stehe. Kober sei ein Querdenker, der auch neue Ideen entwickele, sagte Roder – auch das sei eine wichtige Voraussetzung für das Amt.

Kober stehe für „Politik mit ganz großer Leidenschaft“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Thorsten Schick in seinem Grußwort. Er habe den Kandidaten als äußerst kompetent kennengelernt. Sicher trete er als potenzieller Hollstein-Nachfolger in sehr große Fußstapfen – „aber er hat bewiesen, dass er diese Nachfolge würdig antreten kann“. Apropos Hollstein: Der ließ wegen eines Wahlkampftermins in Dortmund entschuldigen.

Nicht nur einen Bürgermeisterkandidaten, sondern auch die Bewerber für die 16 Wahlkreise mussten die CDU-Mitglieder am Mittwochabend festlegen. Christel Voßbeck-Kayser, die routiniert durch die von vielen Formvorschriften geprägte Wahlen führte, erinnerte an das bei der CDU geltende Quorum: Ein Drittel der Mandate soll an Frauen gehen – zum Glück eine Soll-Vorschrift, von der die CDU Altena weit entfernt ist. Nur in drei der 16 Wahlbezirke treten Frauen an.

Auch in diesem Jahr war die CDU-Personalpolitik für Überraschungen gut. Für ausscheidende Ratsmitglieder wie Uwe Scholz, Thomas Steinigeweg oder Yvonne Slejfir konnten Nachfolger präsentiert werden, die außerhalb der Partei niemand auf dem Schirm hatte. Beispiel Knerling: Dort trat bisher Uwe Kober an, der sich aber ausschließlich um das Bürgermeisteramt bewirbt – wird er’s nicht, gehört er dem Rat nicht mehr an. Nachfolger am Knerling soll mit Tobias Röbbecke ein junger Familienvater werden, dessen Familie schon seit Jahrzehnten in

diesem Stadtteil verwurzelt ist. In der Innenstadt tritt Caroline Lisa Anlauf an – schon ihr Vater „Jupp“ Auwermann saß für die CDU jahrzehntelang im Rat. Der angehende Verwaltungsfachwirt Dennis Müller kandidiert in der Rahmede und im Wahlbezirk 5 präsentiert die Union sogar einen echten Professor: Thorsten Müller lehrt Politikwissenschaft und Soziologie an der Hagener Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung. Bei der Kommunalwahl 2014 holte die CDU 15 der 16 Direktmandate.

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