Jubiläumskonzert

Orgel in Dahler Kirche wird 50 Jahre alt

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Seit 50 Jahren erklingen in Dahle die Orgelpfeifen. Im Laufe der Zeit wurde die Orgel immer weiter verbessert und erweitert, wodurch sie zu ihrem heutigen, vollen Klangbild kam.

Altena - In der Dahler Kirche wurden in den vergangenen Jahren sprichwörtlich alle Register gezogen, um der Orgel einen vollkommenen Klang zu verleihen. Am 12. November wird ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert groß gefeiert.

„Wir haben eine ganz normale, schlichte Orgel“, sagt Wilfried Korte, Schatzmeister des Fördervereins Kirche und ehemaliger Kirchmeister. 

Und obwohl die Königin der Instrumente in ihrer Form recht bescheiden über dem Dahler Kirchenraum prangt, ist sie doch das Zeugnis leidenschaftlicher Weiterentwicklung hin zum idealen Klang. Eingeweiht und in Betrieb genommen wurde die Dahler Orgel am 12. November 1967. 

Sie war jedoch nicht die erste Orgel in der Dahler Kirche. Seit dem Jahr 1825 begleiten Orgelklänge die dort stattfindenden Gottesdienste. 1883 wurde das Instrument erweitert und 1932 umgebaut, bevor sie 1967 komplett neu gebaut und an einen anderen Platz gesetzt wurde. „Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir früher beim Gottesdienst an Heiligabend direkt vor die Orgel geschaut haben“, sagt Korte. 

"Wir haben eine schlichte Orgel", sagt Wilfried Korte.

Im heutigen Altarraum hing sie, für jedermann sofort ersichtlich. Heute muss man zumindest den Kopf wenden, um das Instrument oben an der hinteren Wand des Kirchenraums zu erspähen. Im Jahr 2011 erfuhr die Dahler Orgel eine Generalüberholung. Durch die Reinigung und Justierung des Pfeifenwerks, der Windanlage und der Mechanik sowie der Neu-Intonierung der Pfeifen wurde der Klang der Orgel weicher und voller. 

Ganz zufrieden mit dem Klang war der damalige Organist Wilfried Wagener jedoch noch nicht. Im Jahr 2013 regte er in einem Brief den Einbau eines neuen Registers Posaune an. „Im tiefen Klangbereich fehlte die Fülle“, zitiert Korte aus dem Brief. Dies sollte durch 30 weitere Pfeifen, deren Ton dem der Posaune gleichkommt, verbessert werden. „Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch unsere Mittel erschöpft“, erinnert sich Korte. 

Wagener regte deshalb Konzerte und die Suche nach Sponsoren an, um das Unterfangen finanzieren zu können. Im darauffolgenden Jahr konnten die neuen kupfernen Pfeifen eingebaut werden und geben seitdem dem Klang der Orgel den letzten Schliff. 

Neben den Tasten und Registern, die von den Händen bedient werden, bedienen die Füße die zahlreichen Pedalen am Boden.

Das Spiel der Orgel ist nicht einfach. Hände bedienen zahlreiche Tasten und ziehen die Register (sind alle Register gezogen, kommt der volle Klangkörper der Orgel zum Einsatz), gleichzeitig bedienen die Füße die vielen Pedalen unter der Bank des Organisten. „Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich unseren Organisten beim Spielen beobachte“, sagt Korte. 

Am Sonntag, 12 November, wird das Jubiläum mit einem Konzert (wir berichteten) ab 17 Uhr gefeiert. Und dann werden wieder alle Register gezogen. Wortwörtlich.

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