Frust nach Sommerfest am Nettenscheid

Für ein schönes Kinderprogramm sorgte das Affentheater.

Altena - Das war mal ein Sommerfest ohne Friede, Freude, Sonnenschein – und das nicht wegen des verregneten Samstagnachmittags. „Dass es regnet, wenn wir feiern, das ist ja normal“, blickt Christopher Rosenbaum zurück.

Dass er und die anderen (wenigen) Mitglieder der Gruppe „Die Nettenscheider“ das Handtuch werfen und kein weiteres Sommerfest mehr ausrichten wollen, hat andere Gründe. Zum einen mangelt es an Helfern. „Es ist doch kein Akt, sich mal zwei Stunden an den Grill zu stellen“, meint Ulrich Biroth, der ebenfalls zu der Gruppe gehört. Genügend Helfer für das Fest zu finden, habe sich aber als ausgesprochen schwierig erwiesen, vieles sei an einer Handvoll Aktiven hängen geblieben.

„Ob sie kommen oder nicht, das lassen viele bis zuletzt offen“, fährt Rosenbaum mit seiner Kritik fort. „So können wir nicht kalkulieren“. Das Fest werde so auch zu einem finanziellen Vabanquespiel: „Wir müssen froh sein, wenn wir mit einer schwarzen Null abschließen“.

Die Kritik der Gruppe geht aber noch weiter, weil ihr Frust tiefer sitzt und das Sommerfest nur das Tüpfelchen auf dem I war. Der Schaukasten, den sie am Buswendeplatz aufgestellt haben, wurde wiederholt zerstört. Ein Spielgerät, für das die Nettenscheider Zuschüsse der Fanta-Stiftung und Beiträge weiterer Sponsoren akquirierten, wurde schon zum zweiten Mal Opfer von grobem Vandalismus – für die Nettenscheider Beweis dafür, dass ihre Arbeit für den Stadtteil nicht wertgeschätzt wird. Rosenbaum: „Dabei sollte man doch meinen, dass es im Sinne aller ist, wenn sich hier oben was bewegt“.

Zum Fest selber: Die Nettenscheider spielten all die Jahre die tragende Rolle, unterstützt werden sie von einer Hausfrauengruppe und von der städtischen Jugendpflege. So war auch in diesem Jahr nicht nur für Kaffee, Kuchen und Getränke sowie Leckereien vom Grill gesorgt, sondern auch für Unterhaltung für die Kleinen. Dafür sorgte die Mitmach-Gruppe „Affentheater“.

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