Ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt gibt viele Regeln vor

Auto waschen, Rasen mähen - Liste der Verbote ist lang

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Wenn gegrillt wird, gibt es auch Rauch und oft Qualm. Da müssen Grillfreunde schon Rücksicht auf den Nachbarn nehmen. Sowohl auf der Terrasse, als auch auf dem Balkon eines Mietshauses.

Altena - Rasen mähen am Sonntag? Kommt vor, ist aber verboten! Auto waschen auf dem eigenen Grundstück? - nicht ganz verboten, aber reglementiert. Grillen auf der Terrasse oder dem Balkon? Möglich, aber, es gibt Vorgaben. Feiern bis der Arzt kommt oder die Sonne untergeht? - auch da gibt es eine klare Gesetzgebung.

Deshalb: Wie ist das eigentlich, was ist in den eigenen vier Wänden, auf dem Grundstück oder im Garten wann erlaubt, was verboten? 

Dietmar Boronowski ist Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. Er stellt den Märkern - auch den Altenaern - in Sachen Ruhestörung generell ein gutes Zeugnis aus. „Selbst bei den hochsommerlichen Temperaturen hält sich dieses Problem in Grenzen. Beschwerden gibt es zwar, aber nicht mehr als sonst üblich.“ 

Und was geht generell, was gar nicht? Joachim Protzer, stellvertretender Ordnungsamtsleiter der Stadt, klärt auf und nimmt dazu Bezug auf die letzte Fassung der „Ordnungsbehördlichen Verordnung (...) im Gebiet der Stadt Altena vom 13. April 2012.“ 

Auto waschen: Das Reinigen von Fahrzeugen, Gefäßen und Gegenständen ist auf der Straße und im Garten verboten, es sei denn, es erfolgt mit klarem Wasser. Zusätze von Reinigungsmitteln sind nicht erlaubt. Motor- und Unterbodenwäsche (...) sind verboten. 

Beim Rasenmähen gelten feste Vorgaben. Sonntags ist es natürlich generell verboten.

Rasen mähen, Rasenkanten schneiden, Laubbläser benutzen: Nach dem Landes-Immissionsschutzgesetz hat sich jeder so zu verhalten, „dass schädliche Umwelteinwirkungen vermieden werden. Von 22 Uhr bis 6 Uhr sind lärmende Betätigungen verboten, die die Nachtruhe stören. Der Sonntag ist besonders geschützt.

Grillen: Rauch und Geruchsbelästigung - ein Klassiker im Sommer. Wie der Deutsche Mieterbund bestätigt, ist „Grillen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten den Mietern grundsätzlich erlaubt.“ Außer, es wurde etwas anderes im Mietvertrag vereinbart. Rauch und dichter, beißender Qualm sollten aber nicht den Nachbarn belästigen, das wird durchaus als Ordnungswidrigkeit gewertet, wenn es begründete Beschwerden gibt. 

Feiern: Geräusche, die durch Privatpersonen in der Nachbarschaft hervorgerufen werden und störend oder belästigend wirken, werden als Nachbarschaftslärm bezeichnet. Das betrifft zum Beispiel zu laute Fernseher, die bei offenem Fenster betrieben werden, eine Party, Heimwerkerarbeiten in der Wohnung oder im Garten. Das ist eine vom Landesministerium vorgegebene landesweite Richtlinie der Bewertung. Bei Beschwerden kommen Stadt oder Polizei ins Spiel. 

Joachim Protzer weiß, dass erhobene Vorwürfe meist beidseitig sind. Der eine sage ,du grillst zu häufig’, der andere entgegne ,deine Musik ist zu laut’. Letzten Endes zählten nur die Rechtsvorschriften. Auf deren Grundlage werde vom Ordnungsamt entschieden. In manchen Fällen reichten Gespräche mit den Betroffenen aus. Wo die Stadt allerdings immer einschreite, sei bei der Störung der Nachtruhe. Denn: Nach 22 Uhr gilt die Nachtruhe, meist ist dann ein Bußgeld fällig.

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