Ordnungsamt kontrolliert Ausgangssperre

Ausgangssperre: Ordnungshüter auf Kontrollgang

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Das Altenaer Ordnungsamt wird nach 21 Uhr in der Stadt unterwegs sein.

Die Ordnungsämter in Altena und Nachrodt haben umgehend auf die Ausgangssperre im Märkischen Kreis reagiert und befinden sich abends nun auf Kontrollgang.

Altena/Nachrodt - Als hätten sie in den vergangenen Monaten nicht schon genug um die Ohren gehabt, die Altenaer Ordnungshüter: Nach der verhängten Ausgangssperre im MK und der entsprechenden Allgemeinverfügung, die der Märkische Kreis am frühen Donnerstagabend erlassen hatte und die bereits am Freitag griff, steht das Altenaer Ordnungsamt einmal mehr vor einer neuen Herausforderung, die vom zur Verfügung stehenden Personal, das die Belastungsgrenze längst erreicht hat, gestemmt werden muss.

„Wir müssen spontan darauf reagieren“, sagte Ulrike Anweiler am Freitagvormittag. Und die Leiterin des Altenaer Ordnungsamtes, die von der Entscheidung aus dem Kreishaus am Donnerstag „überrascht“ wurde, reagierte auch umgehend. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollten bereits am Freitagabend ab 21 Uhr die Einhaltung der Ausgangssperre kontrollieren – und sie werden es auch an diesem Wochenende und in der kompletten nächsten Woche tun.

Kontrolliert wird im gesamten Stadtgebiet

„Es werden abends Teams von uns im gesamtem Stadtgebiet unterwegs sein. Die Mitarbeiter kennen die Orte, an denen man sich gerne abends aufhält“, machte Anweiler deutlich. Ob am Markaner, in der Innenstadt, am Lenneufer, in den Parkhäusern oder auf den Schulhöfen der Stadt wird es umfangreiche Kontrollen geben. Aber sicherlich nicht nur da. Am Samstag, Sonntag und am Montag werden – aus Gründen des Eigenschutzes – Dreier-Teams unterwegs sein, ab Dienstagabend sollen dann vier Ordnungshüter die Einhaltung der Ausgangssperre kontrollieren. Und natürlich dürfte auch die Polizei, mit der das Ordnungsamt in engem Kontakt und Abstimmung steht, in den Abend- und Nachtstunden auf den Straßen der Stadt demnächst wohl vermehrt auf Streife sein.

Der Tagesablauf der Ordnungshüter ändert sich

„Es bleibt intensiv“, sagte die Chefin des Ordnungsamtes, bei dem sich der „komplette Tagesablauf“ durch die Ausgangssperre ändern werde. Weil abends und bis in die Nacht hinein nun einige Ordnungshüter Dienst schieben müssen, „sind wir tagsüber weniger Leute“, so Anweiler. Sie ist daher besonders froh, dass auch drei andere Mitarbeiter der Stadt, die Anweiler „Unterstützer“ nennt, dem Team des Ordnungsamtes bei der Bewältigung täglicher Aufgaben erneut zur Verfügung stehen werden. „Die Quarantäne-Kontrollen tagsüber bleiben ja“, so Anweiler, für die eine gute Organisation essenziell ist.

Auch in Nachrodt-Wiblingwerde hat Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz umgehend auf die Allgemeinverfügung des Kreises und die Ausgangssperre reagiert. Wie in der Burgstadt, so machten sich auch in der Doppelgemeinde bereits am Freitagabend Ordnungshüter auf Kontrollgang, die Dienstpläne für die nächsten Tage wurden dementsprechend angepasst. „Wir kontrollieren abends täglich, solange die Ausgangssperre gilt“, sagte Putz. Aus Gründen des Eigenschutzes, aber auch wegen der Beweiskraft, sind die Ordnungshüter in Nachrodt mindestens in Zweier-Teams unterwegs, verdeutlichte Putz.

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