Onlinebanking: Knappe Diskussion im Rat

+

ALTENA ▪ Der Rat hat in seiner Sitzung am Montag nur in Ansätzen über die Geschäftspolitik der Sparkasse diskutiert. Wie berichtet, hatte Oliver Held von den Grünen schon im Vorfeld eine Debatte darüber gefordert, warum das Geldinstitut für so genannte Guthabenkonten kein Onlinebanking zulässt.

Idealer Ansprechpartner in dieser Sache: Dr. Andreas Hollstein, der auch Verwaltungsratsvorsitzender des Geldinstitutes ist. In diesem Gremium sei über das Thema „lange gesprochen“ worden, sagte der Bürgermeister, ohne allerdings in die Tiefe gehen zu wollen – das verbiete das Bankgeheimnis, argumentierte er.

Immerhin gab Hollstein preis, dass entgegen Helds Annahme nicht automatisch alle Hartz IV-Bezieher von dieser Regelung betroffen seien. Er ließ durchblicken, dass das Online-Banking-Verbot in erster Linie Kunden betrifft, die in einer Privatinsolvenz stecken. „Zu ihrem eigenen Schutz“ würden die so behandelt, dass sie ihre Zahlungsgeschäfte nur am Schalter erledigen könnten.

Oliver Held wies darauf hin, dass damit ein nicht unerheblicher finanzieller Aufwand verbunden sein könnte – „jedes Mal zur Sparkasse fahren, das kostet Geld“. Trotzdem drängte der Fraktionsvorsitzende der Grünen nicht auf eine intensivere Diskussion. Er gab sich mit Hollstein Versprechen zufrieden, dass im Verwaltungsausschuss der Sparkasse noch einmal über das Thema gesprochen werde. ▪ ben.-

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare