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Tod des kleinen Omar auf der Lennepromenade: Jetzt spricht die Familie

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Von: Thomas Bender, Ina Hornemann

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Omar starb am 29. September. Viele Menschen haben danach große Anteilnahme gezeigt. © Klümper

Altena - Ende September wurde der kleine Omar (9) auf der Lennepromenade in Altena von einem Auto erfasst. Er starb noch an der Unfallstelle. Viele Menschen haben danach große Anteilnahme gezeigt. Jetzt meldet sich Omars Familie.

Nach dem schweren Schicksalsschlag sind Khalaf AL Mushwaher und Nadja Mehari als Freunde, Übersetzer und Notfallseelsorger, wichtigster Halt für die Familie. Mehari besuchte unsere Redaktion und überbrachte Worte des Danks von der Familie des verunglückten Omar.

Nach dem Tod des Neunjährigen haben viele Altenaer große Anteilnahme gezeigt, tröstende Worte gefunden. „Das hat uns sehr gut getan“, lassen die Eltern und Geschwister übermitteln. „Wir danken allen, die ihr Mitgefühl ausgedrückt haben für Omar, der unser Herz und unser Augenlicht war und der diese Welt nun verlassen musste“, schreibt die Familie.

Viele Altenaer zeigen große Anteilnahme 

Vereine und Institutionen hatten Geld für die Überführung und Beisetzung des Kindes in Syrien gespendet. Auch ein Kondolenzschreiben von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein hat die Familie erreicht.

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Die Familie benötigt nicht nur seelischen Beistand, sondern auch Übersetzungshilfe bei den viele Behördengängen und Befragungen, die im Zuge der Beerdingungsformalitäten und der Ermittlungsarbeit notwendig waren. „Der Familie fällt im Moment alles unheimlich schwer“, schildert Nadja Mehari, die Omar selbst gut gekannt hat.

Er lebte seit zwei Jahren mit seiner Familie in Altena. „Ein aufgeweckter, pfiffiger und humorvoller Junge, der sehr sprachbegabt, ein Mathe-Ass und voller Action war“, beschreibt Altenas engagierte Geflüchtetenbetreuerin.

Auch in der Grundschule Breitenhagen wird er vermisst. Am Tag, an dem der tragische Unfall am Lenneufer geschah, wollte Omar einen Freund besuchen und überquerte die Straße in Begleitung seines Bruders. Auch dem setze das Geschehen sehr zu, schildert Nadja Mehari, die sich aktuell um ablenkende Freizeitangebote bemüht und bei Bedarf auch psychologische Betreuung für den jungen Unfallzeugen suchen will.

Mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr

Omars Eltern nutzen ihren indirekten Schritt an die Öffentlichkeit auch, um zur Achtsamkeit im Straßenverkehr aufzurufen: „Bitte fahren Sie vorsichtig, insbesondere im Hinblick auf Kinder und ältere Menschen“, richten sie das Wort an alle Autofahrer.

Omar wurde am 29. September auf der Lennepromenade von einem weißen Skoda erfasst, als er die Fahrbahn überqueren wollte und dabei stürzte. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht klar. Die Staatsanwaltschaft hat dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben, das aber bisher noch nicht vorliegt.

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