Oliver Scholl: „Ich schieß den Vo-ho-gel ab“

Oliver Scholl.

ALTENA ▪ Zwei Stunden hat er zusammen mit einem Freund am Computer gesessen und „auf einmal stand er da“: der Text für einen Karaoke-Song zum Schützenfest in Altena.

Zugegeben: „Aus einer Bierlaune heraus“, sagt Oliver Scholl, „es ist ein Spaß“.

Oliver Scholl ist in Altena geboren und aufgewachsen. Erste journalistische Erfahrungen hat er beim Altenaer Kreisblatt gesammelt, heute lebt und arbeitet er als freier Journalist in Hamburg - hoch über den Dächern der Hansestadt, im zehnten Stock eines modernen Wohnhauses mit Blick auf den Hafen.

„Ich habe meinem Freund von unserem Schützenfest erzählt, von der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, von der einmaligen Stimmung im Zelt und in der Stadt vorgeschwärmt. Dann, ein paar Bierchen später entstand die Idee, auf der Basis des Schlagers „Ich fand das ganz große Glück im Zug nach Osnabrück“ ein Lied auf das Altenaer Schützenfest zu texten. Und nicht nur das, Oliver Scholl sang es auch ein, mischte Musik drunter und fertig war der Song. (…) Drei Jahre Pause - das ist fast zu hart. Wir haben gewartet, gebetet, gespart (…)“. Genauso ist es, denn die Altenaer freuen sich auf ihr Fest, das anders als anderswo nur alle drei Jahre stattfindet und deshalb etwas Besonderes ist.

Am nächsten Abend postete er den Song auf Facebook und nur einen halben Tag später war er bereits 130 Mal angeklickt worden. „Ich wollte, dass meine Freunde und Bekannten den Song hören. Ich wollte wissen, ob er ihnen gefällt - ob sie ihn lustig finden.“ Und das tun sie anscheinend, denn die Klicks auf den „Gefällt mir“-Button werden immer mehr. Auch auf der Seite des Zuges „Totschlag“/Kompanie Freiheit, wo Scholl immer noch Mitglied ist, kann der Song angehört werden. Der Text läuft mit, so dass jeder, der möchte, die Zeilen einstudieren kann. „Wenn ihn ganz viele mitschmettern würden, das wäre toll“, meint Scholl. Er wird schon am Dienstag vor Schützenfest in seine Heimatstadt reisen, um auch bei den Vorbereitungen dabei zu sein. „Ich freue mich auf das Fest, denn ich bin stolz auf meine Heimat - und so muss das auch sein.“ ▪ Von Ilka Kremer

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