Oldiefestival: Schützen feiern am Stillen Gustav

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Oldies überall: Der Stille Gustav ist noch älter als die Telstars.

Altena - Am „Stillen Gustav“ geht die Post ab: Dort steigt am 15. Juli ein Oldiefestival.

Ausrichter ist die Kompanie Rahmede, die damit sozusagen an ihre Grenze stößt: Das an den Unternehmer Gustav Selve erinnernde Denkmal steht oberhalb der Einmündung der Rahmede in die Lenne. 

Die recht abgeschiedene Lage bringt die ein oder andere logistische Herausforderung mit sich. So gibt es am oder um das Denkmal keinerlei Parkmöglichkeiten. Deshalb wird die Kompanie einen Shuttle-Service mit dem Bürgerbus anbieten, der die Gäste entweder vom Langen Kamp oder vom Schulhof der Grundschule Breitenhagen abholen (und später auch zurückbringen) wird. Die genauen Abfahrtszeiten werden noch rechtzeitig veröffentlicht. 

Zelte je nach Wetterlage

Für ausreichend Essen und Trinken ist an den Ständen der Kompanie Rahmede wie immer gut gesorgt. Je nach Wetterlage werden auch Zelte auf dem Platz vor dem Gustav-Selve-Denkmal – auf dem die Veranstaltung auch stattfindet – aufgestellt. Auch für Toiletten wird natürlich gesorgt. 

Im Mittelpunkt steht natürlich die Musik – und für die sorgt eine ganz und gar ungewöhnliche Band. Die Kompanie Rahmede hat nämlich die Telstars verpflichtet – als „fidele Rentner“ bezeichnet der Iserlohner Wochenspiegel diese Formation und stellt bewundernd fest, dass die Telstars noch länger zusammenspielen als die legendären Rolling Stones. 

Wechsel der Gründungsmitglieder

Gründungsmitglieder waren 1961 Hans-Dieter von Westfalen, Lothar Schmidt, Rüdiger Basekow und Holger Nickel. Letzterer musste kurz danach zum Bund und wurde durch Karl-Heinz Urban ersetzt – der einzige Wechsel in der inzwischen über 55 Jahre währenden Geschichte dieser Band. 

Natürlich haben sich die Telstars im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Einst waren sie Idole der Teens und füllten in ganz NRW die Säle – Discos gab es damals noch nicht, einen Plattenspieler konnten sich die wenigsten leisten und Musikkassetten waren noch gar nicht erfunden. 

Beinahe jeden großen Saal bespielt

Stattdessen gab es an den Wochenenden Tanz zu Livemusik. Beinahe jeden großen Saal in NRW habe man damals bespielt, erinnern sich die Telstars und berichten von anfangs hoher Improvisationskunst: Die Lautsprecher waren selbst gebaut, ein ausgedienter Lampenschirm trug das Mikro... 

Es kam der Beruf, es kamen Familien – irgendwann hatten die vier keine Zeit mehr für die Musik. Etwa 20 Jahre lang unterbrachen sie ihr musikalisches Zusammenspiel, hielten aber privat stets Kontakt miteinander. Irgendwie logisch, dass nach Eintritt in den Ruhestand der Plan aufkam, die Telstars wieder aufleben zu lassen. 

Begeistern auch junge Leute

Das war 2014. Seitdem covern sie Oldies und Evergreens von Peter Kraus, Udo Jürgens, Elvis und Catarina Valente, um nur Beispiele zu nennen. Damit begeistern sie immer wieder auch junge Leute.

Weil die Herrschaften nicht mehr die Jüngsten sind, bekommen sie am 15. Juli Verstärkung: In den Pausen legt ein DJ die Scheiben von damals auf.

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