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350 feiern ausgelassene Party

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Von: Thomas Bender

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Die Rahmeder Schützen feierten ein ausgelassenes Oktoberfest. Es galten die 2G-Regeln.
Die Rahmeder Schützen feierten ein ausgelassenes Oktoberfest. Es galten die 2G-Regeln. © Bender, Thomas

Gehen mia miteinand wos drinkn! Aber auch, wer nur Hochdeutsch versteht, wusste kräftig zu feiern - und zwar beim Oktoberfest der Schützen.

Altena - Nach dem Bungernfest Open Air jetzt also eine erste große Saalveranstaltung der Altenaer Schützen: Die Kompanie Rahmede der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft feierte am Samstagabend, 23. Oktober, im Lennestein ihre erste große Party nach ziemlich genau zwei Jahren. Mit einem Oktoberfest hörte deren Programm im Herbst 2019 auf, mit einem Oktoberfest ging es jetzt weiter – natürlich mit dem notwendigen Respekt vor der Pandemie und mit Absprache mit allen möglichen Behörden. „Mit denen haben wir dann festgelegt, dass wir eine 2G-Veranstaltung durchführen“, erklärte Kompanieführer Michael Hegemann. In den Saal durften also nur Geimpfte und Genesene – und zwar höchstens 350.

Keine Maske, kein Abstand

Dass diese Höchstgrenze eingehalten wurde, wurde über einen Vorverkauf reguliert: Schon viele Tage vorher war die Veranstaltung ausverkauft. Den Einlass kontrollierte eine Security, die aber zu späterer Stunde zu einer eher laxen Haltung neigte.

Die, dann reindurften, hatten eine Menge Spaß. Auch deshalb: Maskenpflicht, Abstandsregelungen – das gilt bei 2G nicht mehr. Es durfte getanzt werden und gesungen, umarmt und geschunkelt, wovon bis in die Morgenstunden ausgiebig Gebrauch gemacht wurde.

Alpencasanovas aus München

Maßgeblichen Anteil am Gelingen der Feier hatten die Alpencasanovas aus München, die nicht zum ersten Mal zu Gast im Lennetal waren. Ihr Repertoire geht weit über bayerisches Liedgut hinaus: Immer wieder sorgten sie mit Hits von heute und Gutem von damals dafür, dass mitgesungen und geschunkelt wurde. Dem Flair kam auch zugute, dass ein erheblicher Teil der Gäste in Dirndl beziehungsweise Lederhose erschienen war.

Die Chefs zapften selbst

Und dann die Bewirtung: Im Lennestein arbeiten die Chefs noch selbst – und Mehmet und Murat Karakus bewiesen hinter zwei Theken einmal mehr, dass sie ihr Handwerk verstehen. Auf sein Bier musste keiner lange warten, oktoberfesttypische Leckereien wie Brezeln und Würstel sorgten für die nötige Grundlage. Michael Hegemann, der Kompanieführer der Rahmede, lobte die beiden in den höchsten Tönen: „Die haben sogar Maßkrüge und Festbier besorgt. Die können Oktoberfest“.

Viele junge Menschen dabei

Die Kompaniefeste, die jetzt wieder gefeiert werden dürfen (nächsten Samstag geht es im Mühlendorf weiter) sind auch ein Gradmesser dafür, wie die Schützen die Pandemie verkraftet haben. Nach der Party im Lennestein können Kompanieführer Hegemann und Hauptmann Klaus Hesse (der natürlich in seiner Heimatkompanie kräftig mitfeierte) beruhigt in die Zukunft blicken: Der Anteil junger Menschen im Publikum war ausgesprochen groß. „Etwa 20 Prozent der Besucher sehe ich zum ersten Mal bei einer Veranstaltung unserer Kompanie“, schätzte Hegemann – ein erstes Zeichen dafür, dass es vor dem nächsten Schützenfest wieder eine Rekordzahl von Neueintritten in die Gesellschaft geben könnte.

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