Ohne Hierarchien an der Spitze: SV Altena setzt auf besonderes Modell

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Das neue Vereinswappen präsentiert das neue Führungstrio mit (v.l.) Jan Zanger, Henning Marquardt, Jan Hendrik Waschke zusammen mit Grafikdesignerin Lisa Seuster.

Altena – Drei Männer stehen gleichberechtigt an der Spitze des SV: Den einen Vorsitzenden gibt es nicht mehr. Es gibt eine ganz neue Form der Führung.

Das Interesse der Sportler war groß: Etliche kamen zur ersten Mitgliederversammlung des Sportvereins Altena, der im April 2018 aus einer Fusion von TSV und MTV entstanden war. Es wurden Weichen für die Zukunft gestellt – und eine ganz neue Form der Führung etabliert. 

Anders als in den Altvereinen gibt es beim SV Altena keine hierarchische Struktur mit ersten und zweiten Vorsitzenden sowie Kassenwart und Geschäftsführer, die alle zwei Jahre von den Mitgliedern gewählt werden müssen. 

Drei an der Spitze, jeder für einen Bereich

Das Konzept erläuterte Henning Marquardt, ehemals Zweiter Vorsitzender des TSV. Vielmehr wird der neue Verein durch ein Leitungsteam von drei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern geführt. 

Die Verantwortlichkeiten teilen sich in die Bereiche Sportbetrieb, Verwaltung und Finanzen sowie Marketing und Kommunikation auf. Alle weiteren Positionen werden künftig vom Leitungsteam individuell besetzt. 

„Wir wollen so wenig Bürokratie wie möglich im neuen Verein haben und gleichzeitig eine größtmögliche Flexibilität erreichen“, erläuterte Marquardt die Intention. Der SV wolle mehr in Projekten denken und weniger in festen Positionen und Strukturen. 

Denn: „Es ist deutlich einfacher, Mitglieder zu finden, die punktuell bei einzelnen Projekten aushelfen“ als sie dauerhaft an Positionen zu binden.

Rückzug des Vorstands

Bislang bildeten Bernd Stäsche, Gerhard Schneider und Rainer Trinkert den Vorstand des SV Altena. Bei den Neuwahlen erklärten alle Drei ihren Rücktritt und schlugen zur Besetzung des neuen Leitungsteams Jan Zanger (ehemaliger Erster Vorsitzender des MTV), Henning Marquardt und Jan Hendrik Waschke (ehemals Erster Vorsitzender TSV) vor. Da aus der Versammlung heraus keine weiteren Vorschläge kamen, wurden die Drei einstimmig gewählt. 

Waschke wird für Verwaltung und Finanzen verantwortlich zeichnen, Jan Zanger übernimmt die Aufgaben im Bereich Kommunikation und Marketing, und Henning Marquardt leitet den Sportbetrieb. Somit sind drei der vier ehemaligen Vorsitzenden der Altvereine auch im neuen SV Altena in geschäftsführender Position tätig. 

Auch Stefan Rohde (ehemaliger Zweiter Vorsitzender MTV) wird Teil der Führungsmannschaft bleiben und das Leitungsteam in zweiter Reihe im sportlichen Bereich unterstützen.

"Bürokratische Hürden" bis zur Fusion

 Jan Zanger erinnerte nochmals an „viele bürokratische Hürden und Herausforderungen, aber auch an viel Zuspruch und positive Kritik“ auf dem Weg von MTV und TSV zum SV. 

Und Waschke fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Welcher Verein kann schon von sich behaupten, innerhalb von nur einem Jahr von sieben auf nunmehr über 700 Mitglieder gewachsen zu sein?“ Bei dieser Zahl soll es nicht bleiben. 

Das neue Leitungsteam gab den Mitgliedern noch eine Aufgabe mit an die Hand. Waschke appellierte an die Anwesenden:„Wann immer Ihr auf unseren Verein angesprochen werdet, macht Werbung für den SV Altena und bringt Interessierte einfach mit zu den Übungsstunden."

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