Im Aufzugs-Stollen wacht die Heilige Barbara

+
Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein vor seinem Einsatz als Baggerführer. ▪

ALTENA ▪ Feierlicher Auftakt der Bauarbeiten für den Burgaufzug: Im ehemaligen Luftschutzstollen bei Hinne wurde das Steiger-Lied gesungen, dann mühte Dr. Andreas Hollstein sich, mit einem Baggermeißel ein Stück Fels zu lockern.

Zuvor hatte der Bürgermeister im Stadtinformationsbüro eine Reihe hochrangiger Gäste begrüßen können – allen voran Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann, Landrat Thomas Gemke und seinen Vorgänger Aloys Steppuhn, Dirk Glaser von der Südwestfalenagentur, Mark-E-Vorstandsmitglied Ivo Grünhagen und Doris Kern als Vertreterin des NRW-Städtebauministeriums.

Ausführlich ging der Bürgermeister auf die Vorgeschichte ein und verglich sie mit der Tour de France. 2007 sei man mit der Untersuchung des Fraunhofer-Institutes gestartet und dann zunächst im Flachland gefahren. Jetzt, mit dem Baubeginn, gehe es an die schwierigen Bergetappen.

Die zu meistern sei jetzt Aufgabe der Spezialisten der Firmen Feldhaus und Deilmann-Haniel. „Denen vertraue ich“, sagte Hollstein nach etlichen Gesprächen, die er und seine Mitarbeiter in den letzten Tagen mit Bauleitung, Sprengmeistern und anderen am Bau beteiligten geführt hatten.

„Das ist eine besondere Baustelle“, sagte das Stadtoberhaupt und versprach den Altenaern, dass sie stets auf dem Laufenden gehalten würden: Eine Webcam wird die Baufortschritte im Internet sichtbar machen, die Möglichkeit regelmäßiger Baustellenführungen wird geprüft und wer eine bleibende Erinnerung wünscht, kann ein Stück der bei den Probebohrungen gezogenen Bohrkerne kaufen.

Das „Glückauf“ und die guten Wünsche an die Bauarbeiter im Berg ging Regierungspräsident Bollermann besonders leicht über die Lippen – schließlich ist er nicht nur Dortmunder, sondern auch Chef der NRW-Bergbaubehörde. Er sprach von einem guten Tag nicht nur für die Stadt Altena, sondern auch für die Region. Freizeitangebote wie der Burgaufzug seien als „weiche Standortfaktoren“ wichtig, um vor allem junge Menschen an die Region zu binden. Der Burgaufzug als in Deutschland einmaliges Projekt trage dazu bei.

Ein Lob für den Bürgermeister hatte der Landrat im Gepäck: „Du bist sehr hartnäckig“, sagte Gemke und lobte Hollsteins Geschick, das Projekt „konstruktiv und solide“ auch über schwierige Klippen zu bringen.

Ivo Grünhagen sagte, dass Mark-E den Aufzug aus durchaus egoistischen Gründen fördere: „Innovativ und beweglich“ sei das Vorhaben, gleiche Grundwerte gälten für sein Unternehmen. „Im positiven Sinne ungewöhnlich“ nannte Dirk Glaser den Aufzug, über den in ganz Südwestfalen diskutiert werde. Burg und Innenstadt miteinander zu verbinden, sei „eine tolle Idee“.

Am Rande der Eröffnungsveranstaltung berichtete Hollstein auch, dass der Rat am Montag einen weiteren Aufzug-Auftrag vergeben hat. Es handelt sich um die Rohbauarbeiten für Empfangsgebäude und Eingangstor. „Auch da liegen wir im Rahmen unserer Kalkulation“, sagte er. ▪ Thomas Bender

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare