Offiziell eröffnet: So sieht's im ersten Waldkindergarten Altenas aus

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Etliche Gäste kamen zur Eröffnung in den Waldkindergarten. 

Altena – Der erste Waldkindergarten in der Stadt ist offiziell eröffnet. Die neue Gruppe zog das Interesse etlicher Altenaer auf sich. 

„Wir springen in jede Pfütze und haben Schnecken in den Taschen. Hejo, hejo, he. Die Waldkinder kommen!“ Mit einem flotten Lied begrüßten die Mädchen und Jungen der ersten Altenaer Waldkindergruppe Gäste in ihrem neuen Zuhause auf dem Bolzplatz am Knerling, direkt am Waldsaum. 

Die Kinder besuchen die Gruppe schon drei Wochen, nun wurde sie im Beisein von Gästen aus Kirche, Vereinen, Verbänden, Rat und Verwaltung offiziell eröffnet. „Ich bin einfach begeistert, wie viele Menschen aus allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens heute dabei sind“, sagte Inge Harneid vom evangelischen Kindergarten Knerling. Er ist Träger der Gruppe. 

"Endlich mal ein erfreulicher Tag"

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, Superintendentin Martina Espelöer vom Kirchenkreis Iserlohn, Eltern der neuen Waldkindergarten-Kinder und alteingesessene Knerlinger nutzten den Nachmittag, um sich in den beiden Bauwagen und auf dem Bolzplatz umzusehen. 

„Endlich mal ein erfreulicher Tag, an dem ich eine neue Kindergarten-Gruppe eröffnen darf und nicht mitteilen muss, es wird eine Gruppen-Schließung geben“, sagte der Bürgermeister. 

Espelöer hatte auf die besondere Pädagogik der Gruppe und ihre Beziehung zur Natur Bezug genommen. Auch sie sagte, dieser „Donnerstag ist in erster Linie ein Tag der Freude, der uns alle stolz und dankbar macht“. In Richtung Inge Harneid und Kindergartenteam sagte sie: „Der Wald braucht euch Kinder. Der Wald braucht uns Menschen. Wir müssen ihn schützen und lieben. Und da wird bei euch ganz sicher ein guter Grund gelegt.“ 

Regentauglicher Bollerwagen

Als Geschenk hatte die Pastorin einen „regentauglichen Bollerwagen“ mitgebracht, ehe sie Liedzettel verteilte und den Song „Laudate si“ anstimmte, in den nach und nach alle Gäste einfielen. „Dieser Dank an Gott, den Schöpfer, ist mir wichtig. Ich hoffe, die neue Gruppe steht allzeit unter seinem Schutz“, fügte sie an. 

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein dankte für die „gute Partnerschaft zwischen Kommune und Kirche. Wir sind gut miteinander ausgekommen. Uns aus Verwaltung und Rat gefällt der Ansatz, den Kindern Werte mitzugeben, auf denen sie ihr Leben aufbauen können.“ 

Die neue Gruppe, die Regentage in der ehemaligen Grundschule am Knerling verbringen kann, sei ein weiterer „Baustein, die alte Knerling-Schule weiter mit neuem Leben zu füllen. Auch das ist gut“, sagte das Stadtoberhaupt.

Kinder baden im Laub

Gela Mund aus der Geschäftsführung des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn betonte: „Es gibt viele gute Gründe für einen Waldkindergarten. Hier in Altena wird jetzt gelebt, wie Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können. Sie entwickeln ihre Feinmotorik und Wahrnehmung. Und: Ihr Immunsystem wird in der Natur gestärkt und die Kreativität angeregt.“ 

Dieser ganze Rummel war den Hauptpersonen des Nachmittages, den Kindern, irgendwann einfach zu viel. Sie machten es sich in der neuen Sandgrube gemütlich oder badeten in riesigen Laubhaufen.

Für Inge Harneid schloss sich da der Kreis zum Eröffnungslied. „Hier, in der Sand- und Matschgrube, kann nach Herzenslust gebuddelt und gematscht werden. So haben wir es gewollt.“ 

Gefördert wurde die Waldkindergruppe – die nach dem Wunsch des Bürgermeisters nicht die letzte sein muss – durch Mittel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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