Von den Dächern Strom für 10000 Haushalte 

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Eine von Altenas  nur  129 Solaranlagen befindet sich auf dem Dach  des  Gemeindehauses Mühlendorf 

Altena – Bei der Beantwortung einer Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat die Landesregierung auch bekannt gegeben, wie es in den 400 NRW-Kommunen um die regenerativen Energien bestellt ist. Ergebnis ist, dass in Altena vorhandene Potenziale bei Weitem nicht ausgeschöpft werden

Beispiel Solarenergie: Auf den Dächern der Burgstadt ließen sich Photovoltaikanlagen in der Größe von etwa 50 Fußballfeldern installieren. 322 000 Quadratmeter mit einer Leistung von 50 Megawatt Peak (so bezeichnet man die Leistung von Solarzellen) wären möglich, heißt es in der Beantwortung der Grünen-Anfrage. 

Damit ließen sich nach Ansicht der Landesregierung 40 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen – bei einem angenommen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden pro Haushalt würde das für 10 000 Haushalte reichen. Das sind mehr, als es in Altena überhaupt gibt. Tatsächlich gibt es in Altena aber nur 129 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von einem Megawattpeak. Damit werden nur 2,8 Prozent des vorhandenen Potenzials genutzt – eine im Vergleich zu andern NRW-Kommunen eher schlechte Quote. 

Nicht nur auf Dächern, sondern auch auf Freiflächen lassen sich Solarzellen installieren – in Altena auf etwa 100 000 Quadratmetern, schätzt die Landesregierung. Das würde reichen, um weitere 16 Gigawattstunden pro Jahr zu erzeugen. Tatsächlich gibt es solche Anlagen in Altena überhaupt nicht.

 Geothermie nutzt man meist, um mithilfe von Wärmepumpen Gebäude zu beheizen. Die Landesregierung geht für die Burgstadt von einem möglichen Jahresertrag von 224 Gigawattstunden aus. Tatsächlich erzeugen die 34 Anlagen, die in Altena betrieben werden, nur 0,3 Gigawattstunden. 

Stichwort Windkraft: Nach wie vor gibt es in Altena kein einziges Windrad, die Stadt hat bisher auch noch keine Konzentrationszone für solche Anlagen ausgewiesen. Wie groß das Windkraft-Potenzial in der Stadt ist, vermag die Landesregierung nicht zu sagen. Sie liefert in ihrer Antwort lediglich Angaben für den gesamten Märkischen Kreis. Danach könnten zwischen Ruhr und Volme Windräder mit einem Ertrag von über 2400 Gigawatt pro Jahr gebaut werden. Tatsächlich liefern die vorhandenen Anlagen aber nur 55 Gigawattstunden – gerade mal 2,3 Prozent dessen, was möglich wäre.

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