Coronavirus: Altena kündigt Kontrollen an - selbst bei Beerdigungen

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Die Stadt will kontrollieren, dass die Regeln auch bei Beerdigungen strikt eingehalten werden. Mehr als 15 Personen dürfen daran nicht teilnehmen.

Altena – Null Toleranz kündigt Bürgermeister Hollstein an, wenn es um die strikten Regeln für Veranstaltungen geht. Auch Beerdigungen werden kontrolliert.

Bei der Umsetzung der von der Stadt erlassenen Ordnungsverfügung zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen gibt es für die Verwaltungsspitze null Toleranz. Das kündigte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (CDU) am Montag an. 

So traf er sich noch am Wochenende mit seiner Führungsmannschaft mehrfach im Rathaus, um die von Düsseldorf und Berlin vorgegebenen Hygiene- und Vorsorgevorschriften auf Altena herunterzubrechen. 

Ausschank-Verbot kontrollieren

Dazu gehört auch, dass die Stadt willens ist, zum Schutz ihrer Bürger Bußgelder zu verhängen, wenn sich Gaststätten-Betreiber nicht an ein Ausschank-Verbot halten oder es Treffen von mehr als fünf Personen gibt.

 Der Verwaltungschef behielt sich ausdrücklich vor, auch bei Beerdigungen auf die Einhaltung dieser Vorsichtsmaßnahmen zu drängen. Nach der Absage der Kirchen, Gottedienste zu feiern, werde man konsequent darauf achten, dass bei Trauerfeiern und Beerdigungen nur maximal 15 Personen dabei seien. 

"Wir werden durchgreifen müssen"

Das sei für Trauergäste und die Betroffenen sicher schwierig, „aber wir werden da durchgreifen müssen, wenn mehr anwesend sind, so leid mir das auch tut“. Er sage das vor dem Hintergrund, dass es jetzt nur einen Coronafall im Ort und eine Kontaktperson gebe.

 „Viele Menschen sind in Sorge und Angst. Es gibt auch viele Fake-News. Wir haben sicher nicht italienische Verhältnisse hier, aber es geht vorrangig um den Schutz von Vorerkrankten und Senioren.“ 

Sorge vor Eskalation

Hollstein dankte seinem Stadt-Team, aber auch der Wehr, Polizei und dem Baubetriebshof, die allesamt einen weitestgehend „normalen Geschäftsbetrieb“ aufrecht erhielten. Gemeinsam werde man diese schwierige Situation bewältigen. Sorge habe er aber schon vor einer Eskalation, die dann sogar zu einer Ausgangssperre führen könnte. 

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Märkischen Kreis lesen Sie in unserem News-Ticker.

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