NRW-Neuwahl: Viel Arbeit für Basis-Politiker

Hannelore Kraft (rechts) und ihre Vize: Sylvia Löhrmann: Beide warten jetzt auf Neuwahlen in NRW.

ALTENA - Die Parteien in Altena haben am Donnerstag damit begonnen, sich auf die Neuwahlen für den Landtag von NRW vorzubereiten. Viel Zeit bleibt nicht, denn die Wähler sollen bereits am 6. oder 13. Mai zu den Urnen gerufen werden.

Bernhard Diel von den Freien Demokraten hat damit kein Problem. Aber er findet auch deutliche Worte für seine Parteifreunde im aufgelösten Landtag: „Die Damen und Herren der Landtagsfraktion haben mir keine Freude gemacht“, sagte Altenas Ortsvereinschef etwas sarkastisch. In der Sache, also der strikten Ablehnung des rot-grünen Schuldenhaushalts, hätten die Abgeordneten in Düsseldorf sicher Recht gehabt, da gibt es für Diel nichts zu deuteln, allerdings habe das jetzt in Gang gesetzte Prozedere auch etwas von Harakiri. „Es wäre schade, wenn liberale Ideen aus dem Landtag verschwinden würden“, spielt Diel auf die zur Zeit nicht rosigen Umfrage-Werte für seine Partei an. „Wir in Altena und im Märkischen Kreis werden aber alles daran setzen, ein gutes Wahlergebnis zu erzielen.“ Bereits am Donnerstag sprach sich Diel mit dem Kreis-FDP-Chef ab, der seit Donnerstag aktiv auf Kandidatensuche sei. Bereits heute ist der schon lange terminierte Kreisparteitag der FDP im Markgrafen zu Lüdenscheid.

Matthias Bergfeld, SPD-Vorsitzender in Altena, stimmt sich kurzfristig mit Irmgard Ibrom, der Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten, über das weitere Vorgehen ab. Er sei schon etwas ratlos ob der völlig neuen Situation, gestand er ein. Allerdings verteidigte der Sozialdemokrat die Politik von Hannelore Kraft und hofft, dass der Wähler ihre nach seiner Ansicht bisher gute Arbeit beim Urnengang im Mai auch honoriere.

Christel Voßbeck-Kayser, Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, stellte sich am Donnerstag hinter Thorsten Schick. Der vor knapp zwei Jahren an SPD-Mitbewerber Michael Scheffler gescheiterte Kreisvorsitzende der Union „sei der alte und neue Kandidat“ für den Landtag sagte sie. Schick verfüge über gute Kontakte und habe in seiner Zeit im Landtag für Altena viel bewegt. Dass die Union diesen „guten und geeigneten Kandidaten“ in einem kurzen Wahlkampf nach besten Wissen und Können unterstützen werde, verstehe sich von selbst. Zum Prozedere bei der CDU gehöre aber noch, Schick auf einem noch einzuberufenden Kreisparteitag auch offiziell als Landtagskandidaten zu nominieren. Das werde in Kürze geschehen.

von Johannes Bonnekoh

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