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Notfallpläne der Stadt Altena: Wärmeinseln noch unbekannt

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Von: Jona Wiechowski

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Die Nachbarstadt Werdohl hat zwei Notstromaggregate für 70 000 Euro angeschafft. Die sollen im Fall eines Blackouts zum Einsatz kommen. Hier zeigen Werdohls Tiefbauabteilungsleiter Martin Hempel und Elektriker Pantelis Haritidis ein Exemplar. Die Geräte wurden über einen örtlichen Baubedarfshändler in Holland geordert und vor wenigen Wochen geliefert.
Die Nachbarstadt Werdohl hat zwei Notstromaggregate für 70 000 Euro angeschafft. Die sollen im Fall eines Blackouts zum Einsatz kommen. Hier zeigen Werdohls Tiefbauabteilungsleiter Martin Hempel und Elektriker Pantelis Haritidis ein Exemplar. Die Geräte wurden über einen örtlichen Baubedarfshändler in Holland geordert und vor wenigen Wochen geliefert. © Birke, Maximilian

Auch, wenn ein großflächiger Blackout unwahrscheinlich ist, rüsten sich die Städte im Kreis für einen solchen Notfall. Wärmeinseln hat die Stadt Altena bisher noch nicht bekanntgegeben.

Altena – Die Nachbarstadt Werdohl hat etwa zwei Notstromaggregate für 70 000 Euro angeschafft, die vor wenigen Wochen geliefert worden sind. Die Nachbargemeinde Nachrodt-Wiblingwerde hatte solche Aggregate noch. Hier wurden auch bereits zwei Turnhallen als sogenannte Wärmeinseln bekanntgegeben (siehe Infokasten) – also als Orte, die als Anlaufpunkt dienen sollen, wenn der Strom ausfällt und es kalt ist. Die Stadt Altena hat diese bisher noch nicht benannt.

Was Notfallpläne für einen Blackout angeht, halte sich die Burgstadt an die Vorgaben des Märkischen Kreises und will die dort vorgestellten, sogenannten KIEZ-Strukturen implementieren, „sowie die dafür notwendigen Anschaffungen tätigen“, wie die kommissarische Ordnungsamtsleiterin Lisa Pflüger auf Nachfrage der Redaktion erklärt.

Wie berichtet, steht KIEZ für „Krisen-Informations-Ersthilfe-Zentrum“. Dabei handelt es sich um eine „vorbereitende Maßnahme für eine mögliche Gasmangellage und damit einhergehende Einschränkungen zum Beispiel der Stromversorgung“, heißt es dazu in einem Flyer vom Märkischen Kreis. Ein KIEZ soll demnach eine zentrale Anlaufstelle der Bevölkerung in Ernstfällen sein und ausgestattet für die Annahme und Weiterleitung von Notfällen.

„Aus diesem Grund werden zunächst die Gerätehäuser der Feuerwehr weiter ertüchtigt, damit diese bei einem Blackout kurzfristig besetzt werden, um der Bevölkerung als Melde- und Informationszentrum dienen zu können“, erklärt Pflüger. In einem nächsten Schritt soll demnach eine Wärmeinsel ertüchtigt werden. Fest steht diese Stand jetzt allerdings noch nicht. Wenn diese als Anlaufstelle dienen könne, „werden wir dies rechtzeitig publizieren“, versichert Pflüger.

Ansonsten hält sich die Stadt mit weiteren Informationen zurück. Der Märkische Kreis habe bereits damit begonnen, die Bevölkerung entsprechend zu informieren. Einen entsprechenden Flyer habe auch die Stadt Altena veröffentlicht.

„Damit keine Verwirrungen entstehen, werden keine weiteren Notfallpläne gestreut, da einheitlich im MK die KIEZ-Strukturen implementiert werden sollen“, berichtet die kommissarische Ordnungsamtsleiterin weiter.

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