Hollstein: Altena 2015 muss fortgeschrieben werden

+
Er könne sich noch immer gut im Spiegel anblicken, sagte Hollstein – „außer Falten und ein paar Kilo zuviel sehe ich da nichts, was mich stört“. Ob da allerdings Pralinen das passende Geschenk sind?

Altena - Er brenne noch immer so, dass er jeden Tag mit Freude ins Rathaus gehe. Das sei der Hauptgrund dafür, dass er erneut für das Bürgermeisteramt kandidiere, sagte Dr. Andreas Hollstein am Donnerstagabend vor Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes.

Von Thomas Bender

Auch die vierte Nominierung Hollsteins hatte Event-Charakter: Im Evingser Gasthaus „Hugo inne Schledde“ gab es Buffet und Freigetränke, aus Niedersachsen wurde der „Scherzkellner“ Andreas Wetzig eingeflogen, der Pils in fingerhutgroßen Gläsern servierte („Sie hatten doch ein kleines Bier bestellt“) und atemberaubend jonglierte. Beim Spiel mit den sinnigerweise rot-gelb-grünen Kästchen assistierte Ortsvereinsvorsitzende Christel Voßbeck-Kayser.

„Wahl heißt auswählen“, sagte Hollstein eingangs seiner Rede. Deshalb sei er dankbar, dass es mit Christian Gosch („den ich nicht kenne...“) einen zweiten Kandidaten geben werde. Ansonsten beschäftigte Hollstein sich nicht mit dem politischen Gegner, sondern betonte immer wieder, mit welcher Einmütigkeit die Beschlüsse der vergangenen Jahre gefallen seien. „Wir haben allen Grund, über die Entwicklung dieser Stadt zufrieden zu sein“, bilanzierte er und meinte damit nicht nur die Entwicklung der Innenstadt.

Auch die heimische Industrie gebe Anlass zur Hoffnung, sagte er – erstmals seit vielen Jahren steige die Zahl der Arbeitsplätze. Nicht teilen mag er die Bedenken der Altenaer bezüglich des Gewerbeparks Rosmart: Der neue Landesentwicklungsplan sehe keine Ausweisung neuer, großflächiger Gewerbegebiete mehr vor, deshalb gewinne der Flächenvorrat auf der Höhe an Bedeutung.

„Ich habe noch genug Ideen für die nächsten sechs Jahre“, versicherte Hollstein. Sein wichtigstes Anliegen sei die Fortschreibung des vorhandenen Stadtentwicklungskonzeptes 2015: „Wir brauchen jetzt ein Konzept Altena 2025“, sagte er – es müsse wieder mit allen Bürgern gemeinsam entwickelt werden und diesmal besonders die Außenbezirke in den Fokus nehmen.

Nach wie vor sei die aktive Mithilfe der Bürger bei der Stadtentwicklung gefragt: „Geld haben wir nicht...“. Allerdings zeigten schon heute Initiativen in allen Bezirken, dass viele Menschen bereit seien, sich für ihr Wohnumfeld zu engagieren.

Er sei älter geworden, bekannte der 50-Jährige – „aber das bedeutet auch mehr Erfahrung und mehr Netzwerke“. Wichtig sei, junge Menschen an seiner Seite zu wissen – die CDU-Fraktion mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren sei ihm auch aus diesem Grund ein guter Partner.

Wie bereits berichtet, wurde Hollstein nach dieser Rede einstimmig zum CDU-Bürgermeisterkandidat gewählt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare