SPD nominiert Bürgermeister-Kandidaten

Altenas SPD-Chef Lutz Vormann: „Wir stellen einen Bürgermeister-Kandidaten-Bewerber auf Augenhöhe“. Foto: Bonnekoh

ALTENA -   Die SPD Altena geht mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten in die Kommunalwahl am 25. Mai. Das geht aus der Einladung für eine Mitgliederversammlung hervor.

Am 13. Februar will der SPD-Stadtverband im Lennestein nicht nur die Ratskandidaten wählen, sondern auch einen Herausforderer für Dr. Andreas Hollstein.

Wer’s wird, ist streng geheim – Fragen zur Person des Kandidaten wollte SPD-Chef Lutz Vormann am Mittwoch nicht beantworten. Allerdings ließ er schon vor Wochen erkennen, dass man nicht nur innerhalb Altenas suche, sondern sich auch in den Nachbarstädten umsehe.

Im Gegensatz zu den Ratskandidaten muss ein Bewerber um das Bürgermeisteramt nicht in Altena gemeldet sein. Nach Informationen unserer Zeitung könnte es sich bei dem von der SPD ins Auge gefassten Kandidaten um einen Juristen handeln, der zur Zeit in Hemer tätig ist. Er soll am Wochenende bereits an einer Klausurtagung der Sozialdemokraten teilgenommen haben.

Die Direktwahl des Bürgermeisters durch die Bevölkerung gibt es in NRW erst seit 1999, drei Wahlen haben seither stattgefunden. Die SPD hat daran keine gute Erinnerung: Ihr Kandidat Dieter Tischhäuser holte 1999 nur 36,8 Prozent der Stimmen, die Ergebnisse für Kay Kürschner fielen 2004 und 2009 noch schlechter aus. Und nicht nur mit dem Bürgermeisterkandidaten ging’s bergab: 2009 holte die SPD keinen einzigen der 16 Wahlkreise direkt. Nur 27,7 Prozent der Wähler entschieden sich für die SPD-Bewerber. Aufgabe des Hollstein-Herausforderers wird es auch sein, die Partei aus diesem Tal der Tränen herauszuführen.

Der SPD-Kandidat wird nicht der einzige sein, der an Hollsteins Stuhl sägen will: Auch Die Linke hat angekündigt, einen Kandidaten aufzustellen. FDP und SDA verzichten darauf, die Grünen haben noch keine Entscheidung getroffen. - Von Thomas Bender

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