Forderung der Unfallkasse NRW

In Altena fast unmöglich: Müllautos sollen nur noch vorwärts in die Straßen fahren

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Eng ist der Weg zu den Müllbehältern an der Feldstraße: Ein Einweiser achtet auf die Umgebung des Fahrzeugs.

Altena - Müllwagen sollen laut Auffassung der Unfallkasse NRW mit ihren Lastwagen künftig nicht mehr rückwärts in Straßen hineinrangieren dürfen. Das Rückwärtsfahren berge eine zu große Gefahr in sich. Das gilt zwar auch für Altena. Es gibt da aber einen Haken.

Denn wer schon einmal Zeuge einer Müllentsorgung etwa an der Feldstraße geworden ist, der musste feststellen: Vorwärts hereinfahren ist für die sperrigen Fahrzeuge nicht möglich. Daher obliegt es den jeweiligen Entsorgungsunternehmen, ob sie diese Regelung der Unfallkasse umsetzen (können) – oder eine andere Lösung suchen, die dann aber mindestens genauso sicher sein muss.

Millimeterarbeit ist oft nötig.

In einigen Gemeinden werden Anwohner daher von den Müllentsorgungsbetrieben angehalten, ihre Müllbehälter an einer leichter zu befahrenden Stelle gemeinsam zu sammeln. Die Firma Lobbe, die unter anderem für die Abfallentsorgung in der Burgstadt zuständig ist, kann die Vorgabe aber nicht in jedem Fall umsetzen. Sie setzt stattdessen auf technische Hilfsmittel und flexiblere Fahrzeuge. In besonders engen Straßen setzt Lobbe daher auf sogenannte Minimüllwagen. So auch auf der Feldstraße:

Zwei Entsorgungskräfte

Zwei Entsorgungskräfte sind bei den Leerungsterminen dort im Einsatz. Einer fährt, der andere lotst ihn per Handzeichen durch die enge und auch recht steile Straße. Die Arbeit dort kostet im Verhältnis zu anderen Sammelstellen viel Zeit und Aufwand. Ohne Rückwärtsgang geht da gar nichts. „Für jegliche Abfallsammel-Fahrten ist Rückwärtsfahren ein Thema.

Vorplanung nötig

Daher planen wir die Routen der Fahrzeuge im Vorfeld möglichst so, dass nur dann Rückwärtsfahrten notwendig sind, wenn dies unvermeidbar ist“, betont Sabine Günther von der Pressestelle der Firma Lobbe. Bei den Abfallbehälter-Sammelfahrzeugen sei die erste Priorität bei Rückwärtsfahrten ein Einweiser, beispielsweise wie an der Feldstraße.

Assistenzsysteme

Doch auch technisch wird immer mehr nachgeholfen: Hinzu komme nämlich die Ausstattung mit Assistenzsystemen. Alle Neuanschaffungen der Abfallbehälter-Sammelfahrzeuge und sukzessive alle bereits eingesetzten Lastwagen werden mit Rückfahr-Assistenzsystemen ausgestattet, um das maximale Maß an Sicherheit zu garantieren: „Die Assistenzsysteme greifen auf Sensoren zurück, die ab einer Höhe von etwa 50 Zentimetern über Ultraschall Hindernisse erkennen“, erklärt Günther. Zusätzlich verfügen die Fahrzeuge über Rückfahrkameras. Die Berichte der Lobbe-Fahrer bezüglich der Hilfsmittel seien durchweg positiv, sagt Günther – und die Sicherheit leide darunter nicht.

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