Mundschutz das kleinere Übel

Noch Luft nach oben - Einzelhändler hoffen auf mehr Kunden

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Zufrieden mit dem Geschäft: Gerlinde Fuhrmann, Inhaberin der Buchhandlung Katerlöh, freut sich, dass die Kunden nach der Wiederöffnung zurückkommen. In dieser Woche wurde ein Spuckschutz geliefert.

Altena - Es ist noch nicht wieder wie vor Corona. Das zeigen zum einen die noch immer eingeschränkten Öffnungszeiten in einigen Geschäften, aber auch die Bilanz der Einzelhändler etwas mehr als drei Wochen nach der Wiedereröffnung.

„Es kommen mittlerweile wieder einige Kunden, aber es ist bei Weitem noch nicht der Normalzustand“, sagt Ulrike Betzel, Inhaberin des gleichnamigen Juwelier-Geschäfts. Nach wie vor sind ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Kunden, die ihr Geschäft aufsuchen, seien jedoch alle sehr rücksichtsvoll und würden sich an die Schutzmaßnahmen halten.

Ähnliches berichtet Natascha Thalmann, Mitarbeiterin im Modegeschäft Danando. Sie lobt das vorbildliche Verhalten der Kunden. Schließlich sei es weder für die Gäste noch für die Verkäufer einfach. Letztere müssen Distanz zu den Kunden wahren und können ihnen nicht mehr in Kleidungsstücke hineinhelfen. Und auch mit Mundschutz sei es für beide Seiten schwierig und ein unangenehmes Gefühl. Dem stimmt eine Kundin zu. „Das stimmt. Aber es ist das kleinere Übel. Ich ertappe mich mittlerweile sogar dabei, dass ich versuche, die passende Maske zum Outfit zu finden“, sagt diese lachend.

Was die Rückkehr der Kunden angeht, sagt Natascha Thalmann: „Es ist noch Spielraum nach oben, aber so langsam läuft es wieder an.“ Ob sich die Wiedereröffnung der Cafés und Restaurants in dieser Woche auf den Einzelhandel auswirkt, vermag sie noch nicht zu sagen. „Das wird sich erst noch herausstellen. Aber wir haben sowieso mehr Stammkunden als Laufkundschaft.“

Zufrieden ist Gerlinde Fuhrmann, Inhaberin der Buchhandlung Katerlöh. „Die Wiedereröffnung wird sehr gut angenommen. Die Kunden kommen seit dem ersten Tag wieder, auch die Umsetzung der Maßnahmen hat gut geklappt“, sagt sie. Jeder Kunde achte darauf, dass sich nicht zu viele Personen im Geschäft befinden.

Seit Anfang der Woche ist an der Kasse zudem ein Spuckschutz angebracht. Den hat Gerlinde Fuhrmann schon am ersten Tag der Wiedereröffnung bestellt. Da dieser aber angefertigt werden musste, konnte er erst jetzt geliefert werden.

Auch Optiker hoffen auf mehr Kunden

Die Optiker mussten – anders als die Einzelhändler – während der Corona-Pandemie nicht schließen. Doch viele Kunden kamen in dieser Zeit auch nicht in das Geschäft, wie Christian Berndt, Inhaber von Optik Berndt, zu Beginn der Pandemie berichtete. „Seit die Einzelhändler wieder geöffnet haben, sind es wieder ein wenig mehr Kunden geworden“, sagt Berndt jetzt. Er hofft aber, dass es bald noch deutlich mehr werden. Daher hat er in zwei neue Geräte investiert, mit denen er auf drei Metern Entfernung die Augen des Kunden ausmessen kann. Die Kunden, die bisher ins Geschäft kamen, seien überwiegend verständnisvoll gewesen und hätten die Verhaltensregeln eingehalten.

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