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Noch läuft es ganz gut: Das sagen die Gastronomen zur 2G-Regel

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Von: Jona Wiechowski

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Dimitrios Apostolidis vom Café Ko ist nicht unbedingt scharf auf 2G.
Dimitrios Apostolidis vom Café Ko ist nicht unbedingt scharf auf 2G. © Jona Wiechowski

Aktuell läuft es ganz gut in der heimischen Gastronomie – auch mit den Corona-Regeln. Doch wenn die 2G-Regel kommt, könnte sich das ändern.

Altena – „Momentan ist die Lage echt gut“, sagt Kai Spelsberg, Inhaber vom gleichnamigen Gasthof am Großendrescheid. Das Tagesgeschäft laufe, ebenso wie die Übernachtungen im Hotel – und das auch unter der Woche. „Die Wirtschaft brummt“, nennt er einen wichtigen Grund.

Aktuell gilt in seinem Lokal ganz normal die 3G-Regel, also Eintritt für Geimpfte, Genesene und Getestete. Die Mitarbeiter kontrollieren das bei den Gästen. Dennoch: Die Ungewissheit sei groß, was denn in den nächsten Wochen auf die Restaurants zukomme. „1G, 2G, 3G, eine Plus-Variante oder ganz etwas anderes“, zählt Spelsberg auf. Man wisse es nicht. Er sagt aber auch: „Vor 2G haben wir keine Angst.“ Das liege daran, dass nur noch selten jemand einen Test vorzeige. Die allermeisten kämen mit einem Impfzertifikat.

Gastronomie mit am stärksten betroffen

Die Gastronomie ist seit Corona-Beginn mit am stärksten von Maßnahmen betroffen. Erst im Mai durfte sie nach einem zigfach verlängerten, am Ende fast sieben Monate langen Lockdown als eine der letzten Branchen wieder ihre Türen öffnen. Seit August gilt die 3G-Regel. Mit Blick auf steigende Infektionszahlen geht das ersten Bundesländern nicht weit genug. Beispielsweise in Sachsen gilt nun die 2G-Regel, mit der Ungeimpfte auch mit einem Negativ-Test ausgeschlossen werden. Dass die Schutzwirkung der Impfung mit der Zeit nachlässt und Geimpfte das Virus ebenso bekommen und weitergeben können, lässt allerdings auch Zweifel an dieser Maßnahme aufkommen.

Hin und wieder komme es vor, dass Kunden nachhause geschickt werden müssten, um ihren vergessenen Nachweis zu holen. „Das ist Tagesgeschäft.“ Der Gastronom berichtet, dass er und seine Mitarbeiter Kunden aber auch schon dabei geholfen haben, den QR-Code aufs Handy zu bekommen, damit es beim nächsten Besuch schneller geht und die Nachweise nicht mehr so schnell vergessen werden können.

Im Gespräch blickt Spelsberg auf eine „richtig gute“ Weihnachtsfeier-Saison, die jetzt so langsam anrollt. Im letzten Jahr mussten Weihnachtsfeiern komplett ausfallen; die Restaurants hatten im Lockdown geschlossen. Sein Eindruck: In diesem Jahr werde mehr, dafür aber mit weniger Teilnehmern gefeiert, etwa einzelne Abteilungen für sich. „Große Feiern mit über 60 Leuten sind diesmal weniger.“ Absagen habe es bis jetzt noch nicht gegeben. Kommt die 2G-Regel, könnte sich das bei der einen oder anderen Feier ändern, vermutet er.

Restaurant Dalmatia

Geimpft, genesen, getestet – so lauten die Regeln auch im Restaurant Dalmatia in Rahmede. „Nur mit 3G kommt jemand bei uns rein“, sagt Philip Renic, dessen Frau Maria Inhaberin des Lokals ist. Die Mitarbeiter kontrollierten die Nachweise der Gäste. Probleme habe es bis jetzt keine gegeben. Alles laufe freundlich ab. „Die Stammäste zeigen sofort ihre Nachweise, das funktioniert 100 Prozent.“

Seit die 3G-Regel am 20. August in Kraft getreten ist, sei ein bisschen weniger los im Restaurant, das es seit 1978 gibt. „Die Leute haben Angst, gerade ältere“, meint Renic. Die 2G-Regel, also der Ausschluss Ungeimpfter, solle im Dalmatia-Restaurant nicht eingeführt werden, bevor es die Regierung vorschreibt. Er vermutet, dass dann weniger Gäste kommen würden.

Café Ko

„Ich denke, dass es bei 2G weniger wird“, sagt auch Dimitrios Apostolidis, der Inhaber des Café Ko am Markaner. Schon die Einführung der 3G-Regel habe sich negativ bemerkbar gemacht. Die aktuelle Lage mit den sich ständig ändernden Regeln beschreibt der Gastwirt als schwierig. Probleme habe es in seinem Lokal bei Kontrollen der 3G-Regel immerhin noch nicht gegeben.

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