Niklas Krauß hat beim Baubetriebshof eine Ausbildung als Straßenwärter begonnen

Keine Angst vor Wind und Wetter

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Niklas Krauß bei seinem Einsatz am Taubenstein unterhalb der Fuelbecker Talsperre. Dort galt es, eine unbefestigte Straßenoberfläche mit Schotter auszubessern

Altena - Draußen zu arbeiten, das hat ihm „immer schon“ Spaß gemacht. Dazu hat Niklas Krauß in den nächsten drei Jahren – und sicherlich auch danach – viel Gelegenheit. Am 1. August hat der 16-jährige Altenaer nämlich eine Ausbildung beim Baubetriebshof der Stadt Altena aufgenommen.

Der ehemalige Sekundarschüler hat die Bildungseinrichtung in der Nette diesen Sommer mit dem Realschulabschluss verlassen. Er hatte zuvor Praktika absolviert in einem Gartenbaubetrieb, aber auch beim Bauhof. Und da scheint es „gefunkt“ zu haben - jetzt ist Niklas Krauß auf dem Weg, Straßenwärter zu werden. Straßenwärter kontrollieren Verkehrswege auf Schäden, warten sie und halten sie instand. Sie beseitigen Verschmutzungen, sichern Baustellen und Unfallstellen und übernehmen schließlich auch den Räum- und Streudienst. Auch die Pflege von Grünflächen an Straßen gehört dazu. Straßenwärter ist ein dreijähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Öffentlichen Dienst und in der Bauindustrie. Die Ausbildung geschieht wie bei anderen Berufen auch auf dem sogenannten dualen Weg, das heißt die Tätigkeit im Bauhof und der Besuch der Berufsschule wechseln einander ab. Um die Berufsschule zu absolvieren, muss der Auszubildende bis nach Unna fahren. Zur Ausbildung gehört übrigens auch der Erwerb eines Lkw-Führerscheines, der für das dritte Lehrjahr ansteht. Am Donnerstag war Niklas Kraus mit Thomas Hennecke auf einem Bauhof-Lkw unterwegs, um unbefestigte Straßen und Wege auszubessern. Der Taubenstein unterhalb der Fuelbecker Straße gehört dazu. Auf der Ladefläche befanden sich immerhin acht Tonnen Schotter, die alle an diesem Arbeitstag noch aufgebracht werden wollten. Schüppe und Harke waren die Arbeitsmittel der Wahl, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Die Arbeitsschritte hießen Aufbringen, Abziehen und Verdichten. Körperliches Arbeiten bei Wind und Wetter gehört für einen Straßenwärter zum Alltag, ob bei Hitze, Kälte, Schnee oder Regen. Niklas Krauß sieht dem ganz gelassen entgegen und scheut die Anstrengungen nicht: „Das Fitness-Studio“, meint der 16-Jährige, „kann ich mir auf jeden Fall sparen.“

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