Nichts Neues im Blog zum Burg-Aufzug

Unter http://www.suedwestfalen.com/burg-altena findet man den Blog zum Burgaufzug.

ALTENA ▪ Die Südwestfalenagentur hat eine neue Spielwiese geschaffen für die Gegner des Burgaufzugs: Im Internet-Blog zum Burgaufzug frönen sie seit Monatsbeginn ihren Verschwörungstheorien. Von Thomas Bender

Die Dahler Werbeagentur Pfiffikus wurde beauftragt, im Internet regelmäßig über das Regionale-Projekt zu informieren. Ganz bewusst hat die Südwestfalenagentur eine Kommentarfunktion eingerichtet. Jeder, der möchte, kann seine Meinung zu den Tagebucheinträgen schreiben, auch anonym und vor allem ohne vorherige Prüfung.

Ein gefundenes Fressen ist das vor allem für den User „altenativlos“, der seit Monaten durchs Internet geistert und Stimmung gegen den Burgaufzug macht. Für ihn steht heute schon fest, dass die Kosten nicht eingehalten werden, der erwartete Effekt nicht eintreten wird und etliche Zwischenfälle und Katastrophen die Bauphase begleiten werden. Ein Beispiel vom 15. Dezember: „altenativlos“ berichtet im Internet von einem urplötzlich entdeckten „großen Wasserreservoir unter dem Burgparkplatz, der schlimmstenfalls bei den Bohrungs-(Spreng)arbeiten einen Riss bekommen könnte und somit ungeahnte Flutungen auslöst, warum ist dieser Speicher überhaupt dort, wem oder was dient der?“

„Unfug“ seien solche Beiträge, meint Stadtplaner Roland Balkenhol, der „gelegentlich“ in den Blog schaut, aber keine Veranlassung sieht, jede dort veröffentlichte Falschmeldung zurecht zu rücken. In diesem Fall hat er das dann aber doch getan – weder sei die Kaverne plötzlich aufgetaucht, noch sei ihre Funktion unklar, schreibt er. Es handele sich vielmehr um einen schon vor Jahrzehnten angelegten und regelmäßig von der Feuerwehr überprüften Löschwasserbehälter. Und: „Dieser Löschwasserbehälter liegt circa 120 Meter von dem geplanten Aufzugsschacht entfernt und wird durch den Burgaufzug daher nicht gefährdet“.

„altenativlos“ und andere Kritiker bleiben in dem Blog weitestgehend unter sich. Nur ganz vereinzelt melden sich Aufzugsbefürworter zu Wort – auch mit der Bitte, dem Treiben ein Ende zu bereiten: „Ich bitte Sie hiermit, die Kommentarfunktion für diesen wirklich sehr guten Blog zu deaktivieren, da sie leider nicht zum konstruktiven Meinungsaustausch, sondern zum, verzeihen sie meine Wortwahl, dummen Stänkern genutzt wird“, heißt es in einem Beitrag vom 14. Dezember, auf den wenig später Andre Dünnebacke antwortet – er ist Pressesprecher der Südwestfalenagentur und damit für den Blog und auch für die dort eingehenden Kommentare verantwortlich. „Dieser Blog ist für jedermann offen und wer Kritik äußern möchte (...), kann dies auch gerne tun – allerdings nur auf einer sachlichen und konstruktiven Art und Weise“, schreibt er. Er verbindet das mit der Bitte, sich in den Kommentaren auf das von Pfiffikus Berichtete zu beschränken – es gibt im Blog auch eine Reihe von Kommentaren, die weit darüber hinausgehen, weil sie sich zum Beispiel mit der Arbeit des Rates befassen, die beauftragte Werbeagentur verunglimpfen oder sich mit den Lenneterrassen beschäftigen.

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