Altenaer Landtags-Kandidaten zum Wahlergebnis in Schleswig-Holstein

Mit NRW nicht zu vergleichen

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Der Landtagswahlkampf ist auf der Zielgeraden. Am Sonntag, 14. Mai,  wird gewählt. Noch werben die Bewerber um ein Direktmandat an den städtischen Wahltafeln um Wähler.

Altena - Schleswig-Holstein hat gewählt – und zwar ganz anders als erwartet. Eine herbe Niederlage und ein großes Ärgernis sei das dortige SPD-Ergebnis, räumt Michael Scheffler ein. Der SPD-Kandidat hofft am kommenden Sonntag (14. Mai) trotzdem auf ein gutes Abschneiden im Wahlkreis 121.

Scheffler glaubt, dass die Niederlage der Kieler SPD größtenteils hausgemacht war und dass die Situation in NRW eine grundsätzlich andere sei. Hannelore Kraft sei wesentlich populärer als Torsten Albig, der sich zudem in der heißen Phase des Wahlkampfs noch „die ein oder andere Ungeschicklichkeit“ geleistet habe. Auch wenn das Ergebnis dem politischen Gegner Oberwasser verleihe, gehe die NRW-SPD in dieser Woche „mit ganzer Kraft in den Endspurt“, sagte Scheffler.

Rückenwind

Tatsächlich: Als „Rückenwind für die CDU in NRW“ bezeichnete Thorsten Schick (CDU) das Ergebnis der Kieler Landtagswahl und sieht im Gegensatz zu Scheffler durchaus Parallelen: „In Schleswig-Holstein hat sich gezeigt, dass die Themen Wirtschaft und Bildung wichtig waren“, sagte er gestern auf Anfrage. Genau das seien auch in NRW die „Angriffspunkte“. Die Wähler verlangten nach neuen Impulsen, dafür stehe rot/grün im größten Bundesland ganz eindeutig nicht. Ziel sei es, dass die CDU aus der NRW-Wahl als stärkste Fraktion hervorgehe. Zur AfD sagte Schick, es sei bemerkenswert, wie diese Partei „Woche für Woche an Zustimmung verliert“.

Gutes Ergebnis

Es bleibe abzuwarten, ob sie überhaupt den Einzug in den Düsseldorfer Landtag schaffe. „Das war ein gutes Ergebnis für die Grünen in Schleswig-Holstein“, sagte der grüne Landtagskandidat Oliver Held. Es habe sich gezeigt, dass ein zugkräftiger Spitzenkandidat wichtig sei – Robert Habeck sei beim Wähler gut angekommen, auch seine sachorientierte Arbeit habe zum guten Ergebnis beigetragen. Das zweistellige Ergebnis für die Grünen sei natürlich nicht auf NRW übertragbar: „Für unser eigenes Ergebnis müssen wir schon selber gute Arbeit leisten.“

Freundlicheres Umfeld

Nicht zu übersehen sei allerdings, dass es wieder „ein etwas freundlicheres Umfeld für die Grünen“ gebe. Detlef Köpke jubelte gestern über das zweistellige Ergebnis, das die FDP in Schleswig-Holstein einfuhr: „Es wäre natürlich toll, wenn das am Sonntag auch in NRW gelänge.“ Dem liberalen Schlussspurt an Rhein und Ruhr gebe das Ergebnis vom Wochenende jedenfalls zusätzlichen Schub, auch wenn man die Bundesländer nicht unbedingt miteinander vergleichen könne. „Die Grünen werden in NRW nicht so gut abschneiden“, ist Köpke überzeugt. Sicher habe die AfD nicht so abgeschnitten, wie er sich das erhofft habe, sagte deren Kandidat Alexander Langguth zum Ergebnis im Norden – „ich hatte uns zwischen sechs und sieben Prozent gesehen“.

12. Landesparlament in Folge

Fakt sei aber auch, dass seine Partei jetzt ins zwölfte Landesparlament in Folge eingezogen sei, was als Erfolg gewertet werden müsse. Der AfD-Wahlkampf in Schleswig-Holstein sei von massiven Behinderungen geprägt gewesen. So seien dort ein Großteil der Plakate verschwunden und viele Veranstaltungen massiv behindert worden – Erfahrungen, die er zum Glück in seinem Wahlkreis nicht habe machen müssen.

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