„Nicht geplante Umbauten“ verzögern den Umzug

Heinrich Mertens (kleines Foto) will im ehemaligen Blaukreuzhaus am Roten Berge bald Fallschirme fertigen lassen.

ALTENA ▪ Eigentlich wollte er mit seinem Betrieb noch in diesem Monat sein neues Domizil am Roten Berge beziehen, doch daraus wird nichts. „Das ist richtig ärgerlich“, erklärt Heinrich Mertens, der das ehemalige Blaukreuzhaus gekauft hat und dort Fallschirme herstellen will.

Dazwischen gekommen seien „nicht geplante Umbauten“, berichtet der Unternehmer. Den Bauantrag, den er Ende Juni bei der Stadt eingereicht hatte, musste wegen verschiedener Auflagen geändert werden. Es ging um Brandschutz, Fluchtwege und Toiletten. Alles richtig, meint Mertens, jedoch hätte er von der Stadt mehr Kompromissbereitschaft erwartet. Das Gebäude sei zwar für Versammlungen mit bis zu 300 Menschen gebaut worden, dies würde aber für seine Art der Nutzung nicht mehr zutreffen – rund zehn Mitarbeiter wird er am Roten Berg beschäftigen.

Für Mertens ergeben sich daraus natürlich höhere Kosten für den Umbau, „die so nicht geplant waren“. Und deswegen sagt er jetzt: „Am besten hätte ich das Ding nie gesehen“: Er meint damit, dass er den Kauf der Immobilie mittlerweile bereut.

Momentan liegt die Baustelle still – Mertens darf nicht weitermachen, solange die Baugenehmigung nicht vorliegt. Einzig bei der Einliegerwohnung gebe es keine Probleme, die Mieter könnten in etwa zwei Wochen einziehen. Es handelt sich um Angestellte seiner Firma, die dann auch begönnen, die Außenanlagen in Ordnung zu bringen, so Mertens. Wann es im Gebäude weitergeht, stehe in den Sternen. Unter der Mitteilung der Stadt, dass sein Antrag eingegangen ist, stehe zu lesen: „Bitte sehen sie von Nachfragen ab (...). Wegen der Urlaubszeit kommt es zu personellen Engpässen.“ Mertens hofft trotzdem, dass die Bearbeitung recht zügig klappe und vor allem: „Ein positiver Bescheid wäre schön. Nicht, dass sie mir noch mehr Auflagen machen.“ Zum Ende des Jahres muss er am Roten Berge fertig sein, denn zu diesem Zeitpunkt hat Mertens seine bisherige Produktionsstätte in Balve gekündigt. ▪ Von Ilka Kremer

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare