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Nicht alles sind Fake News

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Von: Jona Wiechowski

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In Dreiergruppen setzten sich die Schüler mit dem Spiel auseinander.
In Dreiergruppen setzten sich die Schüler mit dem Spiel auseinander. © Wiechowski, Jona

Kaum einer hat den Begriff Fake News so geprägt wie der ehemalige US-Präsident Donald Trump. Doch was sind Fake News überhaupt und wie erkennt man sie?

Altena – Damit setzten sich am Dienstag Zehntklässler des Burggymnasiums Altena (BGA) in der Stadtbücherei auseinander – in Form eines Vortrags und mit einem Computerspiel.

Das kam besonders gut an. Im Vorfeld hatten sich Schüler die App „Escape Fake“ auf Tablet oder Smartphone geladen, um diese dann in Dreiergruppen zu spielen. Das Spiel bietet einen interaktiven Escape-Room, der auf Argumented Reality basiert, also die Realität mit weiteren Infos erweitert und sich mit Inhalten wie Fake News, Deepfake, Phishing und Datenschutz auseinandersetzt.

Das Spiel beginnt mit einer Anfrage, in dem die Spieler von einer Hackerin darum gebeten werden, mit der Aufklärung einer Fake-News-Kampagne eine dystopische Zukunft zu verhindern. Dafür mussten Rätsel und Puzzle in der Wohnung eines Busfahrers gelöst werden, der zu Unrecht beschuldigt wurde, Menschenhandel zu betreiben. Gut 20 Minuten dauerte ein Durchlauf. Dann stand der Wechsel an.

„Escape Fake“ hieß das Spiel, das sich die Schüler vorher auf Handy oder Tablet geladen hatten.
„Escape Fake“ hieß das Spiel, das sich die Schüler vorher auf Handy oder Tablet geladen hatten. © Wiechowski, Jona

Bücherei-Mitarbeiterin Stina Brockhagen führte die Schüler dann in einem Vortrag näher in das Thema ein, erklärte, wie Donald Trump den Begriff geprägt habe, der gerne Dinge, die ihm nicht passten, als Fake News bezeichnete. Dabei handele es sich bei Fake News um einen ziemlich groben Begriff, erklärte Brockhagen. Sie nannte drei Stufen, angefangen mit Satire, die definitiv nicht in die Kategorie Fake News falle. Als Beispiel führte sie die Seite Postillon an, die satirische Beiträge im Stil von Zeitungsartikeln und Agenturmeldungen veröffentlicht.

In die nächste Stufe packte Brockhagen so genannte Zeitungsenten – also einfache, aber nicht böse gemeinte Fehler, wie ein falsches Daturm oder aber Clickbait, also übertrieben reißerische Überschriften, die zum Klicken animieren sollen.

„Richtige“ Fake News seien bewusst falsche Nachrichten mit erfundenen Infos, die etwa dazu genutzt würden, um dem politischen Gegner zu schaden.

Am Freitag werden noch einmal 10er-Schüler in die Bücherei kommen und sich im Rahmen der Methodenwoche mit dem Thema Fake News auseinandersetzen.

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