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An den Füßen war es doch kalt

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Von: Ilka Kremer

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Großen Spaß hatten alle Mutigen, aber besonders auch diejenigen, die am Rand standen und Fotos machten.
Großen Spaß hatten alle Mutigen, aber besonders auch diejenigen, die am Rand standen und Fotos machten. © Kremer

Das wollten viele sehen: Wer würde sich beim Neujahrsschwimmen in „die Fluten“ stürzen?

Altena – Eine große Menschentraube war schon vom Markaner aus am Lennekai auszumachen: Viele Altenaerinnen und Altenaer hatten sich am Sonntag auf den Weg gemacht, um beim Neujahrsschwimmen dabei zu sein. Ins unter zehn Grad kalte Wasser jedoch traute sich bei einer Lufttemperatur von – für den 1. Januar warmen 13 Grad – nur eine Handvoll.

„Ich dachte, das Wasser wäre tiefer“

Die erste Mutige war Lia Witzl. „Ich dachte, das Wasser wäre tiefer“, meinte sie nach dem kalten Bad im Lennewasser-Bassin, das aus Holzpaletten, jeder Menge Spanngurten und Gewebeplane auf der Lennepromenade aufgebaut worden war. Zitternd und mit blauen Lippen berichtete die 17-Jährige: „Das Wasser war im ersten Moment kalt, dann wurde mir kurz warm und dann aber wieder kalt“. Sie war zusammen mit ihrer Schwester Maili zum Neujahrsschwimmen gekommen. Mailis Urteil über die Wassertemperatur: „Es tat schon weh“. Beide Mädchen sind aktive Schwimmerinnen im Altenaer SC Gut Nass und vermissen, dass sie in Altena derzeit nirgendwo schwimmen können. „Deswegen sind wir gekommen“, erklärte die 19-Jährige.

Latzhose und Neoprenschuhe

Neben Thomas Roberg und Kai Finkernagel, die das Event zusammen mit Simeon Kayser und Martina Zöller vom Lennekai-Team organisiert hatten, gingen drei weitere Männer ins Becken. Jürgen Grüber hatte eine Latzhose in Knallorange in eine Badehose umgewandelt und sich vorsichtshalber Neoprenschuhe angezogen. „Am Körper ist es nicht so kalt, aber an den Füßen“, berichtete er, als er klitschnass am Beckenrand einen Glühwein schlürfte. Von den Zuschauern ließ sich niemand spontan zu einem Bad hinreißen. Lieber blieben sie in Mantel und Mütze trocken und fotografierten das Geschehen mit ihren Smartphones. Zwei Wochen lang hatten die Organisatoren das Neujahrsschwimmen vorbereitet. „Ich freue mich, dass wir das nach so vielen Jahren wieder auf die Beine gestellt haben“, sagte Thomas Roberg, der den Altenaern besser als „Grobi“ bekannt ist. Das erste Mal fand die Veranstaltung 2015 statt. Damals gingen allerdings rund 30 Leute ins Wasser.

Auch für Jürgen Grüber ging es „rein in die Fluten“.
Auch für Jürgen Grüber ging es „rein in die Fluten“. © Kremer, Ilka

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